Gold (XAU/USD) kehrt am Freitag einen moderaten Rückgang während der asiatischen Sitzung in den Bereich von 4.109 bis 4.108 USD um, zeigt jedoch keine bullishe Überzeugung. Der Verkaufsdruck auf den US-Dollar (USD) hält nach den weniger hawkischen FOMC-Protokollen vom Mittwoch zum dritten Tag in Folge an und bietet dem Rohstoff etwas Unterstützung. Die Aussichten auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) im Jahr 2026 bleiben jedoch aktiv. Dies könnte zusammen mit geopolitischen Unsicherheiten die Verluste des USD begrenzen, weshalb vor einer Positionierung für eine Ausweitung der Erholung vom einwöchigen Tief am Mittwoch Vorsicht geboten ist.
Die Protokolle der FOMC-Sitzung vom 16. bis 17. Juni, die am Mittwoch veröffentlicht wurden, zeigten, dass die Entscheidungsträger uneinig über die Zinsentwicklung waren. Weiterhin wurde festgestellt, dass viele Teilnehmer angaben, das angemessene Niveau des Leitzinses zum Jahresende innerhalb oder leicht unterhalb der aktuellen Zielspanne zu sehen. Fed-Vertreter wiesen jedoch darauf hin, dass eine gewisse Straffung der Geldpolitik wahrscheinlich gerechtfertigt sei, da das Aufwärtsrisiko für die Inflation erhöht bleibe. Zudem deutet das FedWatch Tool der CME Group darauf hin, dass Händler weiterhin eine fast 85-prozentige Wahrscheinlichkeit für mindestens eine Zinserhöhung der Fed bis zum Jahresende einpreisen.
Unterdessen rückt eine neue Eskalation der Spannungen zwischen den USA und Iran die Ölpreise wieder in den Fokus und wirft Fragen auf, was dies für die Inflation und die globale Zinsentwicklung bedeuten könnte. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) teilte mit, am Donnerstag Luftangriffe auf 90 iranische Militärziele durchgeführt zu haben – darunter Luftabwehrsysteme, Raketenstellungen und logistische Marineinfrastruktur entlang der iranischen Küste. Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Militärstützpunkte in Bahrain und Kuwait und warnte, dass weitere amerikanische Angriffe eine breitere regionale Reaktion auslösen würden, was die diplomatischen Bemühungen erheblich erschwere.
Die Marktangst ließ jedoch nach, nachdem US-Präsident Donald Trump am Donnerstag gegenüber Reportern erklärte, Iran habe den Wunsch geäußert, mit den USA eine Vereinbarung zu treffen. Hinzu kam ein Signal eines Vertreters des Weißen Hauses, dass die USA weiterhin zum Memorandum of Understanding mit Iran stehen. Die gemischten Signale halten die Anleger in Alarmbereitschaft, was darauf hindeutet, dass ein starker Anschlusskauf nötig ist, um zu bestätigen, dass der Goldpreis ein kurzfristiges Tief gebildet hat. Dennoch bleibt das XAU/USD-Paar auf Kurs, um moderate Wochenverluste zu verzeichnen, da der Markt seine Aufmerksamkeit weiterhin auf die Entwicklungen rund um die US-Iran-Saga richtet.
Das Edelmetall bewegt sich innerhalb eines breiteren parallelen Abwärtskanals und unterhalb des 200-Tage Simple Moving Average (SMA), was die kurzfristige Tendenz trotz verbesserter Dynamik bärisch hält. Die obere Begrenzung des Kanals bei etwa 4.156,03 USD stellt die erste strukturelle Barriere vor dem 200-Tage-SMA dar, der derzeit bei rund 4.493,66 USD liegt, und verstärkt damit die Obergrenze über dem Kassakurs.
Unterdessen ist das Histogramm des Moving Average Convergence Divergence (MACD) positiv geworden, und die MACD-Linie hat die Signallinie überschritten, was auf eine korrigierende Erholung innerhalb des breiteren Abwärtstrends hindeutet. Der Relative Strength Index (RSI) bei etwa 45 spiegelt jedoch weiterhin nur eine moderate Nachfrage wider und nicht eine eindeutige bullishe Trendwende.
Auf der Unterseite fungiert das aktuelle Tagestief im Bereich von 4.109 bis 4.108 USD als nahegelegener Pivotpunkt, während eine stärkere Unterstützung mit dem Boden des Kanals bei rund 3.758,88 USD zusammenfällt, wo Käufer voraussichtlich wieder aktiv werden, falls der Abwärtsdruck zurückkehrt.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. US-Dollar war am stärksten gegenüber dem Kanadischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | -0.18% | -0.24% | -0.57% | -0.16% | -0.28% | -0.51% | -0.38% | |
| EUR | 0.18% | -0.06% | -0.37% | 0.03% | -0.11% | -0.34% | -0.20% | |
| GBP | 0.24% | 0.06% | -0.33% | 0.09% | -0.05% | -0.27% | -0.15% | |
| JPY | 0.57% | 0.37% | 0.33% | 0.41% | 0.28% | 0.03% | 0.16% | |
| CAD | 0.16% | -0.03% | -0.09% | -0.41% | -0.13% | -0.37% | -0.24% | |
| AUD | 0.28% | 0.11% | 0.05% | -0.28% | 0.13% | -0.23% | -0.13% | |
| NZD | 0.51% | 0.34% | 0.27% | -0.03% | 0.37% | 0.23% | 0.12% | |
| CHF | 0.38% | 0.20% | 0.15% | -0.16% | 0.24% | 0.13% | -0.12% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.