Das Paar AUD/USD bleibt widerstandsfähig, trotz eines Rückgangs von den jüngsten Höchstständen. Der Australische Dollar (AUD) profitiert von einem schwächeren US-Dollar (USD), da die Marktteilnehmer sich auf die erwartete geldpolitische Sitzung der Federal Reserve (Fed) am Mittwoch konzentrieren. In der Zwischenzeit hält die Handelsrhetorik rund um die Trump-Administration die Händler in Atem, insbesondere da Präsident Donald Trump mögliche Änderungen am United States-Mexico-Canada Agreement (USMCA) diskutiert. Definitive Updates zu Handelsabkommen wurden jedoch nicht bereitgestellt, was Unsicherheit auf den globalen Märkten hinterlässt. Der Australische Dollar wird auch durch seine moderate Erholung vor dem Hintergrund der stabilen wirtschaftlichen Aktivität Chinas unterstützt.
Das Paar AUD/USD zeigt ein bullisches Signal und handelt bei 0,6500, was einem Anstieg von 0,40% im Tagesverlauf entspricht, und liegt nahe dem oberen Ende seiner täglichen Spanne von 0,6438 bis 0,6498. Der Relative Strength Index (RSI) steht bei 63,48 und signalisiert ein neutrales Momentum. Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) zeigt ein Kaufsignal an, und der Commodity Channel Index (CCI) liegt bei 124,18, was ebenfalls auf eine bullische Tendenz hindeutet. Der Average Directional Index (ADX) bei 21,07 ist neutral und zeigt einen ausgewogenen Markt an. Wichtige gleitende Durchschnitte untermauern die bullische Perspektive: der 20-Tage-SMA (0,6372), der 100-Tage-SMA (0,6286) und der 200-Tage-SMA (0,6462) deuten alle auf Kaufdruck hin. Darüber hinaus bestätigen der 10-Tage-EMA (0,6422) und der SMA (0,6418) weiter die bullische Stimmung. Unterstützungsniveaus werden bei 0,6469, 0,6462 und 0,6422 identifiziert, was eine solide Grundlage für weitere Gewinne bietet.
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.