Der Euro (EUR) handelt während der europäischen Handelssitzung am Donnerstag in einer engen Spanne bei rund 1,1640 gegenüber dem US-Dollar (USD). Das wichtige Währungspaar konsolidiert, da die Anleger die geldpolitische Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) abwarten, die um 12:15 Uhr GMT bekannt gegeben wird.
Auf der geldpolitischen Sitzung wird allgemein erwartet, dass die EZB ihren Einlagefazilitätssatz um 25 Basispunkte (bps) auf 2,5% anheben wird. Die festen Erwartungen an eine Zinserhöhung der EZB unterstreichen die geldpolitische Erklärung und die Pressekonferenz von Präsidentin Christine Lagarde als wichtige Auslöser für die nächste Bewegung des Euro.
Analysten der Danske Bank erwarten, dass die EZB auf ihrer bevorstehenden Sitzung einen weiteren moderaten Straffungsschritt vornehmen wird, und weisen darauf hin, dass "die EZB im Euroraum ihren Einlagensatz bekannt geben wird" und dass "wir erwarten, dass die EZB die Leitzinsen um 25 bp anhebt und den Einlagensatz auf 2,50% bringt, im Einklang mit dem Konsens und der Marktbepreisung." Sie gehen davon aus, dass Präsidentin Lagarde "volle Flexibilität hinsichtlich des künftigen Zinspfads beibehalten und keine feste Orientierung geben wird", und betonen, dass sie "nicht erwarten, dass Lagarde das Boot wesentlich ins Wanken bringt, sondern alle Optionen offen hält, was unserer Ansicht nach die Marktreaktion begrenzen sollte."
Auf der US-Dollar-Seite warten die Anleger auf die Daten zum US-Erzeugerpreisindex (EPI) für August, die um 12:30 GMT veröffentlicht werden. Für den US-Gesamt-EPI wird ein Anstieg auf 5,3% im Jahresvergleich (YoY) nach 4,7% im Juli erwartet. Der Kern-EPI – der volatile Nahrungsmittel- und Energiepreise ausklammert – stieg im Jahresvergleich um 4,6% und damit stärker als der vorherige Wert von 4,2%.

Auf dem Tages-Chart handelt EUR/USD bei 1,1637. Das Paar behält kurzfristig eine bullische Tendenz bei, da sich der Kurs oberhalb des 20-Tage-Exponential Moving Average (EMA) bei 1,1609 hält, was darauf hindeutet, dass die zugrunde liegende Nachfrage intakt bleibt. Der Relative Strength Index (RSI) um 58 behält eine positive Tendenz bei, ohne bislang überkaufte Bedingungen anzuzeigen, was darauf hindeutet, dass die Käufer noch etwas Spielraum haben, den Anstieg auszuweiten, solange der kurzfristige Trend konstruktiv bleibt.
Auf der Unterseite bietet der 20-Tage-EMA bei 1,1609 die erste Unterstützung, und ein Tagesschlusskurs unter diesem Niveau würde den aktuellen bullischen Druck abschwächen und den Weg für einen tieferen korrigierenden Rücksetzer öffnen. Solange EUR/USD diesen gleitenden Durchschnitt auf Schlusskursbasis verteidigt, spricht die breitere technische Struktur für eine weitere Konsolidierung mit Aufwärtstendenz, wobei Rücksetzer wahrscheinlich frisches Kaufinteresse anziehen dürften, anstatt eine entscheidende Trendwende zu signalisieren.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Der Einlagensatz ist einer der drei Leitzinsen der Europäischen Zentralbank. Er gibt an, wie viel Zinsen Banken erhalten, wenn sie überschüssiges Geld bei der EZB parken. Die Europäische Zentralbank legt diesen Zinssatz im Rahmen ihrer acht regulären Sitzungen pro Jahr fest und gibt ihn jeweils bekannt.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Do Sept. 10, 2026 12:15
Häufigkeit: Unregelmäßig
Prognose: 2.5%
Vorher: 2.25%
Quelle: European Central Bank
Warum das für Trader wichtig ist