Der mexikanische Peso hält am Mittwoch seine Gewinne gegenüber dem US-Dollar, nachdem Mexikos fiskalisches Regierungspaket dem Kongress vorgelegt wurde, während Händler auf die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten warten. USD/MXN notiert bei 16,89 und damit 0,09% niedriger nahe den Jahrestiefs.
Für 2027 sieht Mexikos Haushalt ein geringeres Defizit vor und reduziert zudem die Unterstützung für Petroleos Mexicanos (PEMEX), das Öl- und Gasunternehmen des Landes, das laut dem mexikanischen Finanzministerium voraussichtlich einen Überschuss erzielen wird.
Das Paket schätzt, dass sich das Defizit 2027 auf 3,9% des BIP verringern wird. Das Finanzministerium veranschlagt das Defizit in diesem Jahr auf 4,1% des BIP.
In Bezug auf PEMEX strebt die mexikanische Regierung unter Präsidentin Claudia Sheinbaum an, die Unterstützung für Schuldzahlungen auf etwa 4,8 Milliarden US-Dollar zu senken, was fast 70% unter der Zuweisung des laufenden Jahres liegt.
Der fiskalische Vorschlag der mexikanischen Regierung sieht ein Wirtschaftswachstum zwischen 1% und 2% vor und prognostiziert für das kommende Jahr einen primären Haushaltsüberschuss von 0,6% des BIP, ohne Schuldzahlungen. Nun soll die Debatte über den Haushalt 2027 im Kongress beginnen, wo erwartet wird, dass Sheinbaums Regierungspartei Morena den Gesetzentwurf billigt und Änderungen vornimmt.
Abgesehen davon veröffentlichte Mexikos nationale Statistikbehörde den jährlichen Inflationsbericht für August, der auf 3,26% stieg, unter der Schätzung von 3,30% und nach 3,12% im Juli. Die Kerninflation beschleunigte sich gegenüber dem Vorjahr auf 3,88%, unter den Prognosen von 3,92% und über dem Ziel der Bank von Mexiko (Banxico) von 3% plus/minus 1%
In den USA umfasst der Wirtschaftskalender den 4-Wochen-Durchschnitt der ADP-Beschäftigungsentwicklung, der den vorherigen Wert übertraf, von Anlegern jedoch ignoriert wurde, die sich weiterhin stark auf noch ausstehende US-Inflationsdaten konzentrieren. In den nächsten Tagen werden das US Bureau of Labour Statistics (BLS) den EPI und den VPI für August veröffentlichen.
Ein heißer US-Inflationsbericht könnte den Boden für eine Erholung von USD/MXN bereiten, das bislang nahe Zweijahrestiefs unterhalb der Marke von 17,00 gehandelt wird. Daher könnte ein Anstieg der Preise die Fed dazu veranlassen, die Zinsen auf der Sitzung am 15. bis 16. September anzuheben.
Auf dem Tages-Chart notiert USD/MXN bei 16,9044 und behält damit kurzfristig einen bärischen Ton bei, da es unter dem Cluster der einfachen gleitenden Durchschnitte (50, 100 und 200 Tage) bleibt, das sich nun um 17,2154 als Widerstand oberhalb des Kurses ausrichtet. Die Kursbewegung bleibt unter den breiteren abwärts gerichteten Widerstandstrendlinien begrenzt, die von den Hochs bei 21,0808 und 18,1651 gezogen wurden, während der Relative Strength Index (14) bei 34,12 im neutral bis schwachen Bereich bleibt und darauf hindeutet, dass der Verkaufsdruck weiterhin vorhanden ist, aber noch nicht extrem.
Auf der Abwärtsseite liegt die unmittelbare Unterstützung bei der horizontalen Marke nahe 16,8866, wo sich die jüngste Kursbewegung zu konsolidieren begonnen hat. Solange USD/MXN unter dem Cluster der täglichen einfachen gleitenden Durchschnitte bei 17,2154 handelt, dürften Erholungen durch diese Widerstandszone begrenzt bleiben, und nur ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde die aktuelle bärische Tendenz abschwächen und den Weg für eine konstruktivere Erholungsphase öffnen.
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Der mexikanische Peso ist die am häufigsten gehandelte Währung in Lateinamerika. Sein Wert wird durch Faktoren wie die Wirtschaftslage Mexikos, die Ölpreise und die Zinspolitik der mexikanischen Zentralbank beeinflusst.
Das Hauptziel der mexikanischen Zentralbank Banxico ist es, die Inflation bei rund 3 % zu stabilisieren. Zu diesem Zweck passt sie den Leitzins an. Hohe Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Mexikanischen Peso (MXN) aus, da sie höhere Renditen bieten und ausländische Investitionen anziehen. Niedrigere Zinsen hingegen schwächen den Peso.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen sind essenziell, um den Zustand der mexikanischen Wirtschaft zu bewerten und haben direkten Einfluss auf den Wert des mexikanischen Pesos (MXN). Ein robustes Wirtschaftswachstum, geringe Arbeitslosigkeit und hohes Vertrauen stärken den Peso und machen das Land für ausländische Investoren attraktiv. Zudem könnte die mexikanische Zentralbank Banxico in einem solchen Umfeld die Zinsen anheben, insbesondere wenn die starke Konjunktur von steigender Inflation begleitet wird. Schwächelt jedoch die Wirtschaft, gerät der MXN unter Druck und tendiert zur Abwertung.
Der mexikanische Peso (MXN) zeigt als Schwellenländer-Währung besonders in risikofreudigen Marktphasen Stärke, wenn Investoren das allgemeine Marktrisiko als gering einstufen und vermehrt in risikoreichere Anlagen investieren. In Zeiten von wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktvolatilität tendiert der Peso hingegen zur Schwäche, da Anleger sich von risikobehafteten Vermögenswerten abwenden und stattdessen in stabilere „sichere Häfen“ flüchten.