Elias Haddad von Brown Brothers Harriman (BBH) berichtet, dass der Schweizer Franken (CHF) heute nach dem japanischen Yen die zweitstärkste Währung unter den wichtigsten Devisen ist. Grund dafür sind die überraschend hohen Schweizer Inflationsdaten für August, die die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) verstärken. Dennoch rechnen die Märkte weiterhin erst für Juni 2027 vollständig mit einer ersten Zinserhöhung um 25 Basispunkte. Haddad weist zugleich darauf hin, dass die derzeit niedrigen Zinsen und die weiterhin moderate Inflation den Franken im laufenden Quartal belasten.
„Der CHF ist heute nach dem JPY die zweitstärkste unter den wichtigsten Währungen. Die Inflation in der Schweiz ist im August höher als erwartet ausgefallen und hat damit die Erwartungen an eine Zinserhöhung der SNB verstärkt.“
„Die Gesamtinflation stieg stärker als erwartet auf 0,8 Prozent im Jahresvergleich (Konsens: 0,5 Prozent), nach 0,4 Prozent im Juli. Damit liegt sie auf dem höchsten Stand seit September 2024 und über der SNB-Prognose für das dritte Quartal von 0,6 Prozent. Auch die Kerninflation überraschte mit 0,4 Prozent im Jahresvergleich nach oben (Konsens: 0,3 Prozent), nachdem sie zuvor vier Monate in Folge bei jeweils 0,3 Prozent gelegen hatte.“
„Das bleibt ein Belastungsfaktor für den CHF. Der Franken ist im bisherigen Quartalsverlauf die schwächste Währung der G10.“
„Die Swap-Kurve preist weiterhin vollständig eine erste Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 0,25 Prozent im Juni 2027 ein. Die SNB hat reichlich Spielraum, den Leitzins noch einige Zeit bei 0,00 Prozent zu belassen, da die Inflation weiterhin klar innerhalb des von der Notenbank definierten Bereichs für Preisstabilität von weniger als 2 Prozent pro Jahr liegt.“