USD/JPY handelt am Dienstag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 160,05 und legt im Tagesverlauf um 0,19% zu, da der japanische Yen (JPY) gegenüber dem US-Dollar (USD) weiter unter Druck steht. Die japanische Währung kann weder von steigenden heimischen Anleiherenditen noch von Äußerungen des US-Finanzministers Scott Bessent profitieren, der einen stärkeren japanischen Yen unterstützt.
Die Rendite 10-jähriger japanischer Staatsanleihen erreicht erstmals seit September 1996 3%. Der Anstieg erfolgt vor dem Hintergrund von Inflationsrisiken infolge höherer Energiepreise und Spekulationen, dass die Bank of Japan (BoJ) die Zinsen schneller anheben könnte.
Der Renditeanstieg spiegelt zudem Sorgen über die öffentlichen Finanzen Japans wider. Die Regierung von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi plant umfangreiche Investitionsausgaben, während ein anhaltender Anstieg der Finanzierungskosten die Kosten für den Schuldendienst auf Japans massive Staatsverschuldung erhöhen könnte. Diese fiskalischen Sorgen scheinen die Unterstützung für den japanischen Yen durch Erwartungen einer strafferen Geldpolitik zu begrenzen.
Unterdessen sagt US-Finanzminister Scott Bessent am Dienstag, dass er erwartet, dass die japanische Regierung und die BoJ Maßnahmen ergreifen werden, die zu einem stärkeren japanischen Yen führen würden. Seine Äußerungen deuten darauf hin, dass die US-Behörden eine weitere Normalisierung der Geldpolitik durch die japanische Zentralbank begrüßen würden.
Japans Finanzministerin Satsuki Katayama sagt ebenfalls, sie habe sich mit Bessent getroffen, und fügt hinzu, dass beide Beamten sich über die Bedeutung geordneter Bewegungen des japanischen Yen für die Stabilität der globalen Märkte einig gewesen seien. Die Vereinigten Staaten (US) und Japan bekräftigen zudem ihre Bereitschaft, bei Devisenfragen weiterhin zusammenzuarbeiten.
Der japanische Yen bleibt jedoch trotz dieser Äußerungen und des Renditeanstiegs in Japan schwach, sodass USD/JPY erneut der psychologischen Marke von 160,00 näherkommt. Die begrenzte Reaktion der japanischen Währung deutet darauf hin, dass fiskalische Sorgen vorerst weiterhin die Erwartungen an eine weitere geldpolitische Straffung durch die BoJ ausgleichen.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Japanischer Yen (JPY) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Japanischer Yen war am stärksten gegenüber dem Kanadischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.16% | 0.08% | 0.19% | 0.24% | 0.19% | 0.20% | 0.22% | |
| EUR | -0.16% | -0.08% | 0.06% | 0.08% | 0.03% | 0.03% | 0.06% | |
| GBP | -0.08% | 0.08% | 0.11% | 0.17% | 0.12% | 0.14% | 0.14% | |
| JPY | -0.19% | -0.06% | -0.11% | 0.05% | -0.01% | 0.00% | 0.00% | |
| CAD | -0.24% | -0.08% | -0.17% | -0.05% | -0.06% | -0.07% | -0.04% | |
| AUD | -0.19% | -0.03% | -0.12% | 0.01% | 0.06% | 0.00% | 0.01% | |
| NZD | -0.20% | -0.03% | -0.14% | -0.01% | 0.07% | -0.01% | 0.03% | |
| CHF | -0.22% | -0.06% | -0.14% | -0.01% | 0.04% | -0.01% | -0.03% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Japanischer Yen aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als JPY (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.