EUR/USD notiert am Freitag um 1,1645 und verzeichnet damit im Tagesverlauf ein moderates Minus von 0,07%, da Anleger vor einer mit Spannung erwarteten Rede des Vorsitzenden der Federal Reserve (Fed), Kevin Warsh, auf dem Jackson-Hole-Symposium eine abwartende Haltung einnehmen.
Das Paar bleibt unter Druck, nachdem es seinen jüngsten Abwärtstrend wieder aufgenommen hat, wobei der US-Dollar (USD) von einem hawkischeren Ton mehrerer Vertreter der US-Notenbank profitiert. Die Märkte versuchen nun herauszufinden, ob Warsh diese Signale bekräftigen oder bei den bevorstehenden geldpolitischen Entscheidungen einen vorsichtigeren Ansatz verfolgen wird.
Jüngste Äußerungen von Fed-Vertretern deuten auf eine straffere Geldpolitik hin. Die Präsidentin der Cleveland Fed, Beth Hammack, sagte am Freitag, es sei an der Zeit, dass die Zentralbank mit Zinserhöhungen handelt, und warnte, dass ein Zögern später zu noch größeren Schmerzen führen könnte. Hammack merkte zudem an, dass die Inflation zum Jahresende bei rund 3% liegen könnte, also weiterhin deutlich über dem 2%-Ziel der Fed, und argumentierte, dass die finanziellen Bedingungen derzeit nicht besonders restriktiv seien.
Auch der Präsident der Kansas City Fed, Jeffrey Schmid, hob am Donnerstag den anhaltenden Inflationsdruck hervor und argumentierte, dass die Entscheidungsträger weiterhin nach Wegen suchen müssten, um die Inflation unter Kontrolle zu bringen.
Vor diesem Hintergrund stellt Warshs Rede am Freitag den wichtigsten Katalysator für EUR/USD dar. Äußerungen, die die Notwendigkeit bestätigen, die Geldpolitik beizubehalten oder weiter zu straffen, könnten den US-Dollar weiterhin stützen und das Paar belasten. Umgekehrt könnte eine vorsichtigere als erwartete Botschaft dem Euro (EUR) etwas Luft verschaffen.
Im Stundenchart notiert EUR/USD bei 1,1643 und behält damit eine leicht bärische Tendenz bei, da der Kurs weiterhin sowohl unter dem 100-Perioden- als auch dem 200-Perioden-Simple Moving Average (SMA) bei 1,1658 bzw. 1,1655 sowie unter der fallenden Widerstandstrendlinie um 1,1667 liegt. Der Relative Strength Index (RSI) nahe 44 befindet sich im neutralen bis schwachen Bereich, was darauf hindeutet, dass die Verkäufer weiterhin die Oberhand behalten, während Aufwärtsversuche durch diese nahe Widerstandszone begrenzt bleiben.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand beim 200-Perioden-SMA bei 1,1655, gefolgt vom 100-Perioden-SMA bei 1,1658 und der Abwärtstrend-Widerstandslinie nahe 1,1667; ein nachhaltiger Ausbruch über diese Widerstandszone wäre nötig, um den aktuellen Druck zu mindern und den Weg in Richtung der horizontalen Barriere bei 1,1711 zu öffnen. Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung beim horizontalen Niveau von 1,1614, wobei ein klarer Bruch nach unten die bärische Tendenz wahrscheinlich verstärken und kurzfristig weitere Verluste freilegen würde.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)