BNY-Stratege Wee Khoon Chong weist darauf hin, dass institutionelle Anleger nach der Zinserhöhung der Bank of Japan im Juni US-Dollar kauften und japanische Yen verkauften. Auch nach der gemeinsamen Intervention der USA und Japans Ende Juli, mit der der USD/JPY-Kurs gedrückt werden sollte, zeigte sich ein ähnliches Bild. Trotz des Eingriffs nutzten langfristig orientierte Investoren die Kursbewegung offenbar zum Einstieg in USD/JPY. Chong stellt daher die Nachhaltigkeit solcher Devisenmarktinterventionen infrage, während USD/JPY inzwischen niedriger notiert und die Renditen langlaufender japanischer Staatsanleihen erhöht bleiben.
„Am 17. Juni kauften institutionelle Anleger trotz einer weithin erwarteten Zinserhöhung der Bank of Japan verstärkt US-Dollar und verkauften Yen. Ausschlaggebend war die restriktive Interpretation der ersten Sitzung des neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh an der Spitze des Offenmarktausschusses FOMC.“
„Ende Juli kam es dann zu einer gemeinsamen Intervention der USA und Japans, die darauf abzielte, den USD/JPY-Kurs zu drücken.“
„Trotz dieses Eingriffs kauften langfristig orientierte Investoren US-Dollar und verkauften Yen. Dies könnte darauf hindeuten, dass sie die Bewegung als Kaufgelegenheit bei USD/JPY betrachteten.“
„Da der Yen seit dem 31. Juli an Wert verloren hat und mit Blick auf das Verhalten institutioneller Anleger stellt sich die Frage, ob solche Interventionen überhaupt eine nachhaltige Wirkung entfalten.“