Der mexikanische Peso legt auf Niveaus zu, die zuletzt 2024 gesehen wurden, nachdem ein schwächer als erwarteter US-Inflationsbericht eine von Anlegern erwartete Zinserhöhung durch die Federal Reserve verhindert hat. USD/MXN notiert bei 17,05, nachdem es früh auf 17,01 gefallen war.
Die Daten aus den USA zeigten, dass der VPI für Juli den Erwartungen entsprach, was darauf hindeutet, dass der Disinflationsprozess anhält. Der Gesamtverbraucherpreisindex (VPI) sank im Jahresvergleich von 3,5% auf 3,4%, während sich der Kern-VPI in den zwölf Monaten bis Juli von 2,6% auf 2,5% abschwächte.
Die Daten waren verhalten, nachdem Öl im Juli um 23% gestiegen war. Obwohl West Texas Intermediate (WTI) in dieser Woche bislang um 9% zugelegt hat, liegt es weiterhin unter dem Niveau vom Juni.
Allerdings sind die dovishen Fed-Mitglieder noch nicht aus dem Schneider. Jüngste Nachrichtenberichte wiesen darauf hin, dass der Iran Gespräche über eine Verlängerung des Waffenstillstands mit den USA um weitere 60 Tage bestritten habe, im Gegensatz zu pakistanischen Quellen. Gleichzeitig erklärte US-Präsident Donald Trump, dass die USA die Straße von Hormus kontrollierten.
Unterdessen sagte Susan Collins von der Boston Fed laut Financial Times, dass sie bei anhaltend hoher Inflation für eine Zinserhöhung stimmen würde.
Der US-Dollar-Index (DXY), der die Entwicklung des Dollars gegenüber sechs Währungen misst, liegt bei 99,98 und damit moderat 0,17% höher.
Laut der Citi-Mexiko-Erwartungsumfrage erwarten alle Analysten, dass der Leitzins von Banxico bis zum Jahresende bei 6,50% bleiben wird. Die Medianprognose deutet zudem darauf hin, dass der Wechselkurs USD/MXN dieses Jahr bei 17,90 schließen wird.
Im Tages-Chart notiert USD/MXN bei 17,0557 und setzt seinen Rückgang unter die gebündelte Gruppe einfacher gleitender Durchschnitte (SMA) fort, wobei die SMA-Gruppe der 50/100/200-Tage-Linie nun nahe 17,3918 als Widerstand oberhalb des Kurses ausgerichtet ist. Die Position des Paares deutlich unter diesem langfristigen Durchschnittscluster deutet auf eine kurzfristig bärische Tendenz hin, während der Relative Strength Index (RSI) bei 28,78 in überverkauftes Terrain gerutscht ist und darauf hindeutet, dass das Abwärtsmomentum überdehnt ist, auch wenn der übergeordnete Abwärtstrend intakt bleibt.
Auf der Oberseite wird der erste Widerstand durch das dreifache SMA-Cluster um 17,39 definiert, wo eine mögliche technische Erholung wahrscheinlich auf Angebot treffen und die breitere Abwärtsstruktur bestätigen würde. Auf der Unterseite, da aus dem aktuellen Datensatz keine nahegelegenen technischen Unterstützungen hervorgehen, könnten Händler das Kursverhalten und den überverkauften RSI-Wert heranziehen, um das Risiko einer kurzfristigen Konsolidierung oder einer korrigierenden Erholung einzuschätzen, bevor der vorherrschende bärische Trend wieder einsetzt.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Der mexikanische Peso ist die am häufigsten gehandelte Währung in Lateinamerika. Sein Wert wird durch Faktoren wie die Wirtschaftslage Mexikos, die Ölpreise und die Zinspolitik der mexikanischen Zentralbank beeinflusst.
Das Hauptziel der mexikanischen Zentralbank Banxico ist es, die Inflation bei rund 3 % zu stabilisieren. Zu diesem Zweck passt sie den Leitzins an. Hohe Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Mexikanischen Peso (MXN) aus, da sie höhere Renditen bieten und ausländische Investitionen anziehen. Niedrigere Zinsen hingegen schwächen den Peso.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen sind essenziell, um den Zustand der mexikanischen Wirtschaft zu bewerten und haben direkten Einfluss auf den Wert des mexikanischen Pesos (MXN). Ein robustes Wirtschaftswachstum, geringe Arbeitslosigkeit und hohes Vertrauen stärken den Peso und machen das Land für ausländische Investoren attraktiv. Zudem könnte die mexikanische Zentralbank Banxico in einem solchen Umfeld die Zinsen anheben, insbesondere wenn die starke Konjunktur von steigender Inflation begleitet wird. Schwächelt jedoch die Wirtschaft, gerät der MXN unter Druck und tendiert zur Abwertung.
Der mexikanische Peso (MXN) zeigt als Schwellenländer-Währung besonders in risikofreudigen Marktphasen Stärke, wenn Investoren das allgemeine Marktrisiko als gering einstufen und vermehrt in risikoreichere Anlagen investieren. In Zeiten von wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktvolatilität tendiert der Peso hingegen zur Schwäche, da Anleger sich von risikobehafteten Vermögenswerten abwenden und stattdessen in stabilere „sichere Häfen“ flüchten.