Commerzbank-Chefvolkswirt Dr. Jörg Krämer rechnet mit einer Erholung des EUR/USD, sobald sich der Iran-Konflikt entspannt. In den kommenden Quartalen dürfte das Währungspaar anschließend schrittweise weiter steigen. Als Gründe für einen stärkeren Euro nennt Krämer die schwindende Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed, sinkende Zinserwartungen in den USA und einen gemessen an der Kaufkraftparität deutlich überbewerteten Dollar. In ihrer aktualisierten Prognose erwartet die Commerzbank den EUR/USD bis Mitte 2027 bei 1,18 und bis Ende 2027 bei 1,19.
„Der EUR/USD-Wechselkurs dürfte nach dem Ende des Krieges wieder steigen und in den darauffolgenden Quartalen aufgrund der schwindenden Unabhängigkeit der US-Notenbank weiter allmählich zulegen, zumal der Dollar gemessen an der Kaufkraftparität deutlich überbewertet ist.“
„Wir erwarten, dass der EUR/USD-Kurs bis Mitte 2027 bei 1,18 liegen wird (zuvor: 1,20).“
„Wir gehen davon aus, dass die Zinserwartungen für die USA in den kommenden Monaten noch weiter nach unten korrigiert werden, was den Dollar belasten dürfte.“
„Zum einen dürften die Inflationsrisiken mit der Wiederöffnung der Straße von Hormus abnehmen, mit der wir bis zum Jahresende rechnen.“
„Alles in allem erwarten wir einen schrittweisen Anstieg des EUR/USD auf 1,19 bis Ende 2027 (bisherige Prognose: 1,21).“