Die Scotiabank-Strategen Shaun Osborne und Eric Theoret sehen den Euro (EUR) weiterhin stabil. Nach dem durch die US-Notenbank ausgelösten Rückgang des Dollars Ende Juli setzt die Gemeinschaftswährung ihre enge Konsolidierung im mittleren Bereich von 1,15 Dollar fort. Der EUR/USD bewegt sich nahe an einem fairen Wert, der auf den Renditeabständen zweijähriger deutscher und US-amerikanischer Staatsanleihen basiert. Gleichzeitig nimmt der Einfluss der Marktstimmung zu. Da sowohl auf der Konjunkturseite als auch im Terminkalender der Europäischen Zentralbank (EZB) wenig Impulse anstehen, dürfte sich die Seitwärtsbewegung zunächst fortsetzen.
„Der Euro bleibt stabil und setzt seine enge Konsolidierung im mittleren Bereich von 1,15 Dollar fort. Seit dem breit angelegten, durch die Fed ausgelösten Rückgang des US-Dollars Ende Juli waren insgesamt nur begrenzte Bewegungen zu beobachten.“
„Der Euro bewegt sich weiterhin im Einklang mit einer engen Schätzung des fairen Werts auf Basis der Renditeabstände zweijähriger deutscher und US-amerikanischer Staatsanleihen, die derzeit bei 1,1563 liegt.“
„Korrelationsanalysen zeigen, dass der Einfluss fundamentaler Faktoren, insbesondere der Renditeabstände, auf die Kursentwicklung nachgelassen hat. Gleichzeitig sind die Korrelationen mit Stimmungsindikatoren wie Risk Reversals erhöht und nehmen weiter zu.“
„Bullisch bis neutral: Die Aufwärtsdynamik des Euro lässt nach, während der RSI in den oberen 50er-Bereich zurückfällt. Die Erholung seit Ende Juli zeigt Anzeichen einer Verlangsamung, weist mit einer Folge höherer Hochs und höherer Tiefs aber weiterhin einen leicht positiven Trend auf.“
„Zuletzt zeigte sich im Bereich von 1,1580 Widerstand. Weitere Hürden sehen wir näher an der Marke von 1,1600 sowie am 200-Tage-Durchschnitt bei 1,1630. Unterstützung erwarten wir am 50-Tage-Durchschnitt bei 1,1468. Kurzfristig rechnen wir mit einer Handelsspanne zwischen 1,1500 und 1,1580.“