Das Währungspaar GBP/USD steigt im späten asiatischen Handel am Montag um 0,35 % auf fast 1,3460. Das Cable setzt seine wochenlange Aufwärtsbewegung fort, da sich die Marktstimmung nach der Bekanntgabe, dass die Vereinigten Staaten (USA) und der Iran eine Einigung erzielt haben, weiter verbessert.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegen die S&P 500-Futures über 1 % im Plus, und die asiatischen Aktienmärkte zeigen eine breite Rallye, was auf eine hohe Risikoappetit der Anleger hindeutet. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs Hauptwährungen misst, notiert 0,4 % niedriger bei fast 99,40.
Der pakistanische Premierminister (PM) Shehbaz Sharif erklärte in einem Beitrag auf X, ehemals Twitter, dass das finalisierte Memorandum of Understanding (MoU) zwischen den USA und dem Iran am 19. Juni in der Schweiz unterzeichnet wird.
Unterdessen bereiten sich die Anleger auf eine volatile Woche vor, insbesondere für das britische Pfund (GBP), da eine Reihe von Daten aus dem Vereinigten Königreich (UK), darunter der Arbeitsmarktbericht für die drei Monate bis April und die Verbraucherpreisindex-Daten (VPI) für Mai, zusammen mit der geldpolitischen Entscheidung der Bank of England (BoE), wichtige Ereignisse sein werden, auf die zu achten ist.
In den USA werden die Anleger ihren Fokus auf die geldpolitische Entscheidung der Federal Reserve (Fed) richten, die am Mittwoch bekannt gegeben wird.

GBP/USD notiert zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts deutlich höher bei rund 1,3460. Die kurzfristige Tendenz hat sich leicht bullish gewandelt, da das Paar über den 20-Perioden-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) zurückkehrt, der bei 1,3425 liegt.
Der Relative Strength Index (RSI) bei etwa 53 bewegt sich knapp über der Mittellinie, was auf ein stetiges, eher als aggressives Aufwärtsmomentum hindeutet, während das Paar in diesem unterstützten Umfeld konsolidiert.
Auf der Oberseite stellt das Hoch vom 26. Mai bei rund 1,3500 das primäre Hindernis dar, gefolgt von der absteigenden Widerstandstrendlinie, deren Durchbruchpreis bei etwa 1,3580 liegt. Auf der Unterseite wird die erste Nachfrage um den 20-EMA bei 1,3425 erwartet, während die Unterstützung durch die Aufwärtstrendlinie bei etwa 1,3327 eine wichtige Unterstützungszone bleibt.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Zentralbanken wie die US-Notenbank oder die Europäische Zentralbank haben die Aufgabe, Preisstabilität zu gewährleisten. Dies erreichen sie, indem sie die Zinsen anpassen und so die Inflation kontrollieren.
Zentralbanken haben ein zentrales Instrument, um die Inflation zu steuern: den Leitzins. Zu festgelegten Terminen veröffentlicht die Bank ihre Zinsentscheidung, in der sie den Leitzins entweder beibehält, senkt oder anhebt. Dies beeinflusst die Zinssätze von Sparguthaben und Krediten, was wiederum Auswirkungen auf das Spar- und Investitionsverhalten der Wirtschaft hat. Zinserhöhungen werden als geldpolitische Straffung bezeichnet, Zinssenkungen als geldpolitische Lockerung.
Eine Zentralbank agiert häufig unabhängig von der Politik. Bevor Mitglieder in den geldpolitischen Rat berufen werden, durchlaufen sie verschiedene Anhörungen und Prüfungen. Jedes Mitglied bringt dabei seine eigene Überzeugung mit, wie die Zentralbank Inflation steuern und die Geldpolitik gestalten sollte. Befürworter einer lockeren Geldpolitik, die niedrige Zinsen und günstige Kredite fördern, um das Wirtschaftswachstum anzutreiben – selbst auf Kosten einer leicht über 2 % liegenden Inflation –, werden als „Tauben“ bezeichnet. „Falken“ hingegen bevorzugen höhere Zinsen, um Sparen zu belohnen, und sehen es als ihre Priorität, die Inflation unter Kontrolle zu halten, bis sie bei oder unter 2 % liegt.
Normalerweise wird jede Sitzung einer Zentralbank von einem Vorsitzenden oder Präsidenten geleitet, der zwischen den verschiedenen Lagern – den sogenannten „Falken“ und „Tauben“ – einen Konsens herstellen muss. Kommt es zu einem Patt bei der Abstimmung, entscheidet der Vorsitzende und verhindert so eine 50:50-Stimmengleichheit über mögliche geldpolitische Anpassungen. Der Vorsitzende hält zudem regelmäßig öffentliche Reden, in denen die aktuelle geldpolitische Ausrichtung und zukünftige Erwartungen kommuniziert werden – diese können oft live mitverfolgt werden. Das Ziel einer Zentralbank ist es, ihre geldpolitischen Maßnahmen umzusetzen, ohne dabei heftige Schwankungen bei Zinssätzen, Aktienmärkten oder der eigenen Währung auszulösen. Bereits vor geldpolitischen Sitzungen geben die Mitglieder ihre Einschätzungen indirekt an die Märkte weiter. In den letzten Tagen vor einer Sitzung herrscht jedoch eine „Blackout-Periode“, während der die Mitglieder keine öffentlichen Äußerungen machen dürfen, bis die neuen Maßnahmen offiziell verkündet wurden.