Das Währungspaar AUD/JPY handelt im frühen europäischen Handel am Montag im positiven Bereich um 113,35. Berichte, dass die Vereinigten Staaten (USA) eine Friedensvereinbarung mit dem Iran getroffen haben, stützen risikoreichere Anlagen wie den Australischen Dollar (AUD) gegenüber dem Japanischen Yen (JPY). Alle Augen richten sich auf die Zinssatzentscheidungen der Reserve Bank of Australia (RBA) und der Bank of Japan (BoJ) am Dienstag.
CNN berichtete am Sonntag, dass Washington und Teheran eine Vereinbarung getroffen haben, die am Freitag in Kraft treten wird. US-Präsident Donald Trump sagte, die USA würden ihre maritime Blockade iranischer Häfen aufheben und die Straße von Hormus werde nach Unterzeichnung der Vereinbarung wieder geöffnet.
Am Dienstag wird erwartet, dass die RBA ihren Leitzins zum ersten Mal in diesem Jahr unverändert lässt, wobei die Geldmärkte ihre Wetten auf weitere Straffungen reduzieren. Händler werden weitere Hinweise aus der Pressekonferenz ziehen, ob RBA-Gouverneurin Michele Bullock sich mit dem aktuellen Zinssatz wohlfühlt oder die Tür für weitere Maßnahmen zur Bekämpfung hartnäckiger Preisdrucke offenhält. Nachlassende Erwartungen an zusätzliche Zinserhöhungen der australischen Zentralbank könnten den Aufwärtstrend des Aussie kurzfristig begrenzen.
Die BoJ wird voraussichtlich ihren Leitzins auf den höchsten Stand seit 1995 anheben, unbeirrt vom Fehlen ihres Gouverneurs. Eine Reuters-Umfrage zeigte, dass Ökonomen prognostizieren, dass die japanische Zentralbank die Zinsen im vierten Quartal (Q4) nach einer Erhöhung im Juni auf 1,0 % auf 1,25 % anheben wird.
Im Tages-Chart behält AUD/JPY eine konstruktive Tendenz bei, da es über dem 100-Tage Simple Moving Average (SMA) und dem unteren Bollinger Band bleibt, was auf eine zugrundeliegende Nachfrage bei Rücksetzern hindeutet. Der Kurs handelt jedoch knapp unter der mittleren Bollinger-Linie, während der Relative Strength Index (RSI) nahe einem neutralen Wert von 50 pendelt, was auf eine konsolidierende Phase innerhalb eines übergeordneten Aufwärtstrends hinweist.
Auf der Oberseite zeigt sich der erste Widerstand am mittleren Bollinger Band bei etwa 113,60, wobei das obere Bollinger Band nahe 114,92 als nächste Barriere fungiert, falls die Käufer die Kontrolle zurückgewinnen. Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung am unteren Bollinger Band bei rund 112,25, gefolgt vom 100-Tage-SMA nahe 111,90, dessen Unterschreitung die aktuelle bullische Struktur schwächen und den Weg für eine tiefere Korrektur ebnen würde.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.