Das Währungspaar GBP/USD hat Schwierigkeiten, die scharfe Intraday-Rallye von über 100 Pips des Vortages zu nutzen, und gibt während der asiatischen Sitzung am Freitag leicht nach. Die Spotpreise handeln derzeit nahe der Marke von 1,3400, da die Anleger gespannt auf weitere Entwicklungen rund um die Krise im Nahen Osten und die Veröffentlichung der britischen Makrodaten warten.
US-Präsident Donald Trump sagte am Donnerstag, dass eine Einigung mit dem Iran erzielt worden sei und das endgültige Dokument bald, möglicherweise sogar am Wochenende, unterzeichnet werden könnte. Die Ankündigung sorgte für einen massiven Auftrieb der globalen Risikostimmung, der den sicheren Hafen US-Dollar (USD) stark belastete und zu aggressivem Intraday-Short-Covering rund um das Paar GBP/USD führte. Der Optimismus bleibt jedoch begrenzt, da der Iran widersprach und erklärte, dass noch keine endgültige Entscheidung über eine Vereinbarung getroffen worden sei.
Das iranische Außenministerium erklärte Berichten zufolge, dass wichtige Fragen, darunter die Straße von Hormus und eingefrorene Gelder, weiterhin ungelöst seien. Zudem blockierten iranische Streitkräfte einen Tanker ohne Koordination am Durchgang durch die strategische Wasserstraße, was die Unsicherheit über die Position Irans unterstreicht. Dies wiederum hilft dem US-Dollar (USD), nach dem scharfen Rücksetzer vom Vortag nahe dem Monatshoch einige Dip-Käufer anzuziehen, was wiederum als Gegenwind für das Währungspaar GBP/USD wirkt.
Unterdessen stärkt der starke US-Erzeugerpreisindex (PPI) für Mai die Marktwetten, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinssätze bis Ende dieses Jahres anheben wird. Dieser Ausblick erweist sich als weiterer Faktor, der den Greenback stützt und dazu beiträgt, das Paar GBP/USD zu begrenzen. Die Händler scheinen jedoch zögerlich und bevorzugen es, auf die Veröffentlichung der britischen Makrodaten, einschließlich des monatlichen BIP-Berichts, zu warten, bevor sie intraday Richtungswetten eingehen. Dennoch bleiben die Spotpreise auf Kurs, um starke Wochengewinne zu verzeichnen.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP), das vom Office for National Statistics sowohl monatlich als auch vierteljährlich veröffentlicht wird, misst den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die im Vereinigten Königreich innerhalb eines bestimmten Zeitraums produziert wurden. Es gilt als zentraler Indikator für die wirtschaftliche Aktivität des Landes. Der MoM-Wert (Month-over-Month) vergleicht die wirtschaftliche Entwicklung eines Monats mit der des Vormonats. In der Regel wird ein Anstieg dieses Werts als bullishes Signal für das Pfund Sterling (GBP) gewertet, während ein Rückgang tendenziell als bärisch gilt.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Fr Juni 12, 2026 06:00
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Quelle: Office for National Statistics