Die australische Handelsbilanz wechselte im April auf einen Überschuss von 1.791 Mio. im Monatsvergleich, nachdem im vorherigen Bericht ein Defizit von 1.024 Mio. verzeichnet wurde (korrigiert von 1.841 Mio.), so die neuesten Außenhandelsdaten, die am Donnerstag vom Australian Bureau of Statistics veröffentlicht wurden. Der Marktkonsens lag bei einem Überschuss von 1.800 Mio.
Auf der Tages-Chart hält AUD/USD über dem steigenden einfachen 100-Tage-SMA und bewahrt trotz des jüngsten Pullbacks von den Hochs der letzten Woche den kurzfristigen konstruktiven Ton. Der Relative Strength Index (RSI) bei rund 47 liegt knapp unter der Mittellinie, was auf nachlassendes Aufwärtsmomentum hindeutet, aber noch keine eindeutige bärische Wende signalisiert, während die Kursentwicklung über dem mittelfristigen Durchschnitt unterstützt bleibt.
Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung beim Tief vom 20. Mai bei 0,7087 gesehen, mit einer wichtigeren Unterstützungsuntergrenze am 100-Tage-SMA nahe 0,7067, wo Käufer voraussichtlich den breiteren Aufwärtstrend verteidigen werden. Auf der Oberseite wäre ein Tagesschlusskurs deutlich über dem Bereich von 0,7135 erforderlich, um den bullischen Druck wiederherzustellen und den Weg für einen erneuten Test der jüngsten Swing-Hochs zu öffnen, mit einer Bestätigung des Momentums durch eine Erholung des RSI zurück über die 50er-Linie.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Die Handelsbilanz wird vom Australian Bureau of Statistics veröffentlicht und sie zeigt die Menge der Importe gegenüber den Exporten für Güter und Dienstleistungen. Ein positiver Wert zeigt einen Handelsüberschuss und ein negativer ein Handelsdefizit. Eine stetige Nachfrage im Warenhandel führt zu einem positiven Wachstum der Handelsbilanz, was für den AUD bullish ist.
Mehr lesenLetzte Veröffentlichung: Do Juni 04, 2026 01:30
Häufigkeit: Monatlich
Aktuell: 1,791Mio
Prognose: -
Vorher: -1,841Mio
Quelle: Australian Bureau of Statistics
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.