Das Währungspaar AUD/JPY hält im frühen europäischen Handel am Freitag nahe 113,10 positive Bodenhaftung. Das Paar bleibt nach einem Rücksetzer von einem Mehrjahrzehntehoch bei 114,72 fest. Das potenzielle Aufwärtspotenzial für AUD/JPY könnte jedoch angesichts von Interventionsängsten begrenzt sein.
Atsushi Mimura, Japans stellvertretender Finanzminister für internationale Angelegenheiten und oberster Devisenbeamter, lehnte es am Freitag ab, eine direkte Intervention des japanischen Yen (JPY) zu bestätigen, warnte jedoch gezielt Spekulanten und wies darauf hin, dass die Golden Week-Feiertage in Japan gerade begonnen haben und sich seine Ansicht, dass Marktbewegungen spekulativer Natur bleiben, nicht geändert habe.
Andererseits könnte eine hawkische Haltung der Reserve Bank of Australia (RBA) den Aussie stützen. Die australische Verbraucherpreisinflation (CPI) stieg im März im Jahresvergleich auf 4,6 %, hauptsächlich aufgrund von Kraftstoffpreisschocks im Zusammenhang mit den anhaltenden Konflikten im Nahen Osten. Obwohl die Zahl leicht unter der Prognose von 4,7 % lag, bleibt sie deutlich über dem Zielbereich der Reserve Bank of Australia (RBA) und erhöht den Druck auf die Zentralbank, die Zinsen anzuheben.
Im Tages-Chart behält AUD/JPY eine konstruktive bullische Tendenz bei, da das Paar über dem 100-Tage-Exponential Moving Average (EMA) und dem unteren Bollinger-Band notiert. Der Kurs testet den Bollinger 20-Tage Simple Moving Average (SMA) Pivot bei 113,30, was auf anhaltendes Aufwärtsinteresse nach dem jüngsten Rücksetzer hindeutet, während der Relative Strength Index (RSI) bei rund 52 Punkten ein neutrales, aber leicht positives Momentum anzeigt, anstatt überkaufte Bedingungen.
Auf der Oberseite würde ein nachhaltiger Durchbruch über die Bollinger-Mittellinie bei 113,30 den Weg zum Hoch vom 28. April bei 114,72 ebnen, auf dem Weg zum oberen Bollinger-Band bei 115,45. Auf der Unterseite wird die erste Nachfrage am unteren Bollinger-Band nahe 111,10 erwartet, gefolgt von einer stärkeren mittelfristigen Unterstützung am 100-Tage-EMA bei rund 109,30, wo Käufer voraussichtlich wieder aktiv werden, falls sich eine tiefere Korrektur entwickelt.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.