EUR/JPY fällt und handelt zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Berichts um 186,60, nachdem es zuvor zweiwöchige Höchststände über 187,50 erreicht hatte, angesichts gemischter Einflüsse durch die europäische Geldpolitik und steigende Interventionsrisiken in Japan.
Die Europäische Zentralbank (EZB) belässt auf ihrer April-Sitzung wie erwartet die Leitzinsen unverändert, mit dem Hauptrefinanzierungssatz bei 2,15 %, der Spitzenrefinanzierungsfazilität bei 2,4 % und der Einlagefazilität bei 2 %. Die Zentralbank stellt fest, dass die eingehenden Daten im Großen und Ganzen ihren Erwartungen entsprechen, warnt jedoch, dass die Aufwärtsrisiken für die Inflation und die Abwärtsrisiken für das Wachstum, insbesondere aufgrund steigender Energiepreise im Zusammenhang mit geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, zugenommen haben.
Die EZB betont einen datenabhängigen Ansatz von Sitzung zu Sitzung und wiederholt, dass sie sich nicht auf einen bestimmten Zinspfad festlegt. Sie hebt zudem hervor, dass die langfristigen Inflationserwartungen weiterhin gut verankert sind, obwohl die kurzfristigen Erwartungen deutlich gestiegen sind.
Auf japanischer Seite steigt der Druck auf den japanischen Yen (JPY) nach deutlichen Äußerungen von Finanzministerin Satsuki Katayama, die signalisiert, dass die Zeit für entschlossene Maßnahmen am Devisenmarkt näher rückt. Diese Bemerkungen erfolgen, während USD/JPY über die wichtige Marke von 160,00 gestiegen ist, was Spekulationen über mögliche Interventionen der japanischen Behörden zur Unterstützung der Währung neu entfacht.
Gleichzeitig belasten steigende Ölpreise, getrieben durch Spannungen im Nahen Osten, Japans Wirtschaftsaussichten als großer Energieimporteur und begrenzen das Aufwärtspotenzial des JPY trotz Interventionswarnungen.
In der Eurozone senden makroökonomische Daten gemischte Signale. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands wuchs im ersten Quartal um 0,3 % und übertraf damit die Erwartungen, während die Arbeitslosenquote auf 6,4 % anstieg, was auf anhaltende Fragilität am Arbeitsmarkt hinweist. Gleichzeitig beschleunigte sich die Inflation in der Eurozone, wobei der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) im April im Jahresvergleich um 3 % zunahm und damit über den Prognosen lag.
Der Markt richtet den Fokus nun auf die Pressekonferenz der EZB-Präsidentin Christine Lagarde, um weitere Hinweise auf den zukünftigen Kurs der Geldpolitik zu erhalten.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem US-Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | -0.13% | -0.25% | -2.21% | -0.09% | -0.48% | -0.61% | -0.89% | |
| EUR | 0.13% | -0.09% | -2.04% | 0.03% | -0.33% | -0.48% | -0.73% | |
| GBP | 0.25% | 0.09% | -1.93% | 0.13% | -0.23% | -0.37% | -0.64% | |
| JPY | 2.21% | 2.04% | 1.93% | 2.13% | 1.75% | 1.55% | 1.30% | |
| CAD | 0.09% | -0.03% | -0.13% | -2.13% | -0.39% | -0.56% | -0.80% | |
| AUD | 0.48% | 0.33% | 0.23% | -1.75% | 0.39% | -0.14% | -0.39% | |
| NZD | 0.61% | 0.48% | 0.37% | -1.55% | 0.56% | 0.14% | -0.25% | |
| CHF | 0.89% | 0.73% | 0.64% | -1.30% | 0.80% | 0.39% | 0.25% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.