Das Paar USD/CAD zieht am Montag einige Dip-Käufer an, hat jedoch Schwierigkeiten, die Bewegung zu nutzen oder eine Akzeptanz über der Marke von 1,3700 zu finden, angesichts gemischter fundamentaler Signale. Erneute US-Iran-Spannungen über die Straße von Hormus dämpfen die Risikobereitschaft der Investoren und bieten dem sicheren Hafen US-Dollar (USD) sowie dem Währungspaar Unterstützung. Gleichzeitig stützt eine deutliche Intraday-Rallye bei den Rohölpreisen den rohstoffgebundenen Loonie und begrenzt die Aufwärtsbewegung der Kassapreise.
Die US-Marine hat im Golf von Oman ein iranisches Frachtschiff abgefangen und beschlagnahmt, als Teil ihrer Blockade. Iran wertete dies als Bruch des Waffenstillstandsabkommens und schloss die strategische Wasserstraße erneut, nachdem sie sie nach einem zehntägigen Waffenstillstand zwischen Israel und der libanesischen Gruppe Hisbollah am Freitag kurzzeitig geöffnet hatte. Zudem erklärte US-Präsident Donald Trump, dass die maritime Blockade iranischer Häfen so lange fortgesetzt werde, bis ein Friedensabkommen zwischen den beiden Ländern erzielt werde.
Die iranischen Staatsmedien berichteten, dass Beamte nicht teilnehmen werden, solange die US-Blockade aufrechterhalten wird. Die Pattsituation dämpft die Hoffnungen auf eine Einigung vor dem Ende des aktuellen Waffenstillstands am 22. April, was eine neue Welle der globalen Risikoaversion auslöst und den Status des USD als Reservewährung begünstigt. Hinzu kommen wieder aufkommende Inflationssorgen, die die Renditen von US-Staatsanleihen nach oben treiben, was sich als weiterer Rückenwind für den Greenback und das USD/CAD-Paar erweist.
Die Instabilität rund um den weltweit wichtigsten maritimen Engpass für Energie unterstützt die Rohölpreise dabei, einen Großteil der Verluste vom Freitag wieder aufzuholen und das niedrigste Niveau seit dem 11. März zu erreichen. Zudem halten sinkende Wahrscheinlichkeiten für eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank (Fed) die USD-Bullen davon ab, aggressive Wetten einzugehen, und tragen dazu bei, den USD/CAD-Paar nach oben zu begrenzen. Tatsächlich zeigt das FedWatch Tool der CME Group, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der Fed bis zum Jahresende bei etwa 40 % liegt.
Das gemischte fundamentale Umfeld macht es ratsam, auf eine starke Anschlussnachfrage zu warten, bevor bestätigt werden kann, dass die Kassapreise ihren Tiefpunkt erreicht haben und der jüngste Abwärtstrend der letzten zwei Wochen oder so sein Ende gefunden hat. Händler richten ihren Blick nun auf die neuesten kanadischen Verbraucherpreisdaten, um weitere Hinweise auf den Ausblick der Bank of Canada (BoC) zu erhalten. Dies könnte zusammen mit den Entwicklungen rund um die US-Iran-Saga kurzfristig Impulse für das USD/CAD-Paar liefern.
Die Kassapreise zeigten am Freitag unterhalb des 61,8% Fibonacci-Retracement-Levels des Anstiegs von Januar bis März eine gewisse Widerstandsfähigkeit. Allerdings rechtfertigt der jüngste Einbruch unter eine Konfluenz aus dem 38,2% Fibo.-Retracement-Level und dem 200-Perioden-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) sowie das Fehlen starker Anschlusskäufe Vorsicht bei den Bullen.
Unterdessen ist das Histogramm des Moving Average Convergence Divergence (MACD) leicht positiv geworden, was auf nachlassendes Abwärtsmomentum hindeutet. Der Relative Strength Index (RSI) nahe 35 spiegelt weiterhin eine schwache Nachfrage wider, was darauf hindeutet, dass Erholungen Schwierigkeiten haben könnten, solange der Kurs unter diesen Widerstandsniveaus bleibt.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 50,0% Retracement bei 1,3726, gefolgt von der Konfluenz bei 1,3775-1,3785 und der Marke von 1,3800, wobei ein weiterer Widerstand beim 23,6% Retracement nahe 1,3853 zu finden ist. Auf der Unterseite wird unmittelbare Unterstützung am 61,8% Fibo.-Level bei 1,3669 gesehen, wobei tiefere Rücksetzer das 78,6% Retracement bei 1,3588 und den vorherigen Schwungtiefbereich um 1,3485 freilegen könnten, falls der bärische Druck wieder zunimmt.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)