GBP/USD baut seine jüngsten Verluste nach einer Eröffnung mit Kurslücke ab, handelt aber während der asiatischen Handelszeiten am Montag weiterhin niedriger um 1,3500. Das Paar stand unter Druck, da der US-Dollar (USD) von einer erhöhten Nachfrage nach sicheren Häfen angesichts der wieder eskalierenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und Iran unterstützt wurde.
The Guardian berichtete am Montag, dass der Sprecher des iranischen Außenministeriums Esmail Baghaei sagte, die US-Blockade der iranischen Häfen und Küstenlinie sei ein Akt der Aggression und verstoße gegen den Waffenstillstand. Baghaei schrieb in den sozialen Medien: „Indem man der iranischen Bevölkerung absichtlich Kollektivstrafen auferlegt, handelt es sich um ein Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“
Die iranischen Behörden hatten am Freitag kurzzeitig signalisiert, dass die Straße wieder geöffnet werde, kehrten diese Entscheidung jedoch am Samstag um, nachdem US-Präsident Donald Trump sich weigerte, die Blockade der iranischen Häfen aufzuheben. Das iranische Militär erklärte, die USA hätten den Waffenstillstand verletzt, indem sie auf eines der iranischen Handelsschiffe geschossen hätten, und warnte, dass es bald Vergeltungsmaßnahmen ergreifen werde.
Der Greenback stärkt sich gegenüber seinen wichtigsten Währungspartnern, da die Märkte eine „höher-für-länger“-Haltung der Federal Reserve (Fed) einpreisen, angetrieben von anhaltender Inflation und den Spannungen im Nahen Osten. Händler werden voraussichtlich die US-Einzelhandelsumsätze am Dienstag beobachten, die im März voraussichtlich um 1,3 % im Monatsvergleich (MoM) steigen werden, nach 0,6 % im Februar.
Das Pfund Sterling (GBP) könnte jedoch Unterstützung finden, da die erneuten Spannungen in der Straße von Hormuz die Ölpreise steigen lassen, was die Inflationssorgen verstärkt und die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der Bank of England (BoE) belebt.
Die stellvertretende Gouverneurin der BoE, Sarah Breeden, sagte am Freitag, dass der anhaltende Konflikt im Nahen Osten das Risiko überlappender Marktstresssituationen erhöht habe. Breeden fügte hinzu: „Die Verwundbarkeiten, die vergangenen Krisen vorausgingen, sind nicht verschwunden.“
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.