Das Währungspaar NZD/USD handelt zum zweiten Mal in Folge mit leichter negativer Tendenz und bleibt während der asiatischen Sitzung am Freitag unter der Marke von 0,5900 in der Defensive. Das Ausbleiben eines nachfolgenden Verkaufs rechtfertigt jedoch Vorsicht, bevor auf eine Fortsetzung des Rückzugs vom Vortag aus der Region 0,5920-0,5925, einem über einmonatigen Hoch, gesetzt wird.
Trotz des jüngsten Optimismus, der von der 10-tägigen Waffenruhe zwischen Israel und Libanon ausgeht, bleiben die Anleger vor einer weiteren Runde der US-Iran-Friedensgespräche und der anhaltenden amerikanischen Seeblockade iranischer Häfen vorsichtig. Dies bietet wiederum dem sicheren Hafen US-Dollar (USD) Unterstützung und wirkt als Gegenwind für das Währungspaar NZD/USD. Gleichzeitig begrenzen Hoffnungen auf ein mögliches US-Iran-Friedensabkommen sowie sinkende Wahrscheinlichkeiten für eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank (Fed) den USD und helfen, Verluste des Währungspaares einzudämmen.
In der vergangenen Woche bestätigten die Kassakurse einen bullischen Ausbruch über den Zusammenfluss bei 0,5835-0,5840 – bestehend aus dem 200-Tage Simple Moving Average (SMA) und dem 38,2% Fibonacci-Retracement-Level des Rückgangs von Januar bis April. Die anschließende Bewegung über das 50%-Retracement-Level hinaus stockt jedoch vor dem 61,8%-Fibo-Level, das derzeit nahe der Region 0,5930-0,5935 liegt und als wichtiger Wendepunkt fungieren sollte. Eine nachhaltige Bewegung darüber sollte den Weg für weitere Gewinne bis 0,6004 und das Zyklus-Hoch bei 0,6093 ebnen.
Unterdessen sind die Momentum-Indikatoren unterstützend, aber nicht aggressiv, wobei der Relative Strength Index (RSI) nahe 56 pendelt und die Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Linie im positiven Bereich liegt. Dies deutet darauf hin, dass der Aufwärtsdruck allmählich zunimmt.
Daher dürfte jeder weitere Rückgang unmittelbare Unterstützung nahe dem 50%-Retracement bei 0,5885 finden, gefolgt vom 200-Tage-SMA bei 0,5845 und dem 38,2%-Fibo-Level bei 0,5836. Ein tieferer Pullback in Richtung 0,5776 und dem Schwungtief bei 0,5678 käme erst in den Fokus, wenn diese nahegelegenen Unterstützungen nachgeben.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.