Das Paar EUR/USD handelt im asiatischen Handel am Freitag gedämpft in der Nähe von 1,1777. Das wichtige Währungspaar ist nach einer zweiwöchigen Rallye auf fast 1,1825 seitwärts gedreht, da die Anleger auf die Ankündigung einer weiteren Gesprächsrunde zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran warten.
Die S&P 500-Futures sind im asiatischen Handel unverändert, nachdem sie am Donnerstag um 0,26 % auf 7.041 gestiegen waren, was eine ruhige, aber insgesamt optimistische Marktstimmung widerspiegelt. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen verfolgt, notiert leicht höher bei rund 98,25, sieht aber auf dem Weg zu einem zweiten Wochenverlust aus.
Weder die USA noch der Iran haben einen Zeitrahmen für die zweite Gesprächsrunde bekannt gegeben, doch Präsident Donald Trump äußerte sich bei einer Pressekonferenz am Donnerstag zuversichtlich, dass der Iran bereit ist, seine Urananreicherung aufzugeben und seine nuklearen Ambitionen einzustellen. Trump sagte außerdem: „Wir sind sehr nah an einem Deal mit dem Iran“, warnte jedoch, dass militärische Aktionen gegen Teheran wieder aufgenommen würden, falls kein Abkommen zustande komme.
Auf der heimischen Front hat der Geldpolitiker der Europäischen Zentralbank (EZB) und Gouverneur der Banque de France, François Villeroy de Galhau, die Hoffnungen auf eine Zinserhöhung bei der geldpolitischen Sitzung später in diesem Monat zurückgewiesen. „Der Fokus auf eine Zinserhöhung im April ist verfrüht“, sagte er in einem Interview mit CNBC am Donnerstag.

EUR/USD handelt im asiatischen Handel flach bei rund 1,1777. Das Paar hält eine konstruktive kurzfristige bullishe Tendenz, da der Kurs über dem 20-Tage exponentiell gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 1,1673 bleibt und den jüngsten Aufwärtstrend nach der Erholung aus dem mittleren Bereich der 1,15er Zone intakt hält. Die Momentum-Bedingungen sind unterstützend, wobei der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) um 62 schwankt, was auf anhaltendes Kaufinteresse hinweist, ohne jedoch extreme überkaufte Bedingungen anzuzeigen.
Auf der Unterseite ist die erste Unterstützung durch den 20-Tage EMA bei 1,1673 definiert. Ein Bruch darunter würde den aktuellen Aufwärtstrend schwächen und einen tieferen Pullback in den jüngsten Konsolidierungsbereich um Mitte 1,15 eröffnen. Solange die Käufer diesen dynamischen Boden verteidigen, bleibt der Weg des geringsten Widerstands nach oben gerichtet, was das Paar dazu veranlasst, über das Hoch vom 16. April bei 1,1825 hinauszuprobieren und die Erholung in Richtung des Februar-Hochs bei 1,1929 auszudehnen.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.