GBP/USD hat sich von den moderaten Verlusten des Vortages erholt und bewegt sich während der asiatischen Handelszeiten am Donnerstag nahe 1,3570. Das Paar steigt, da sich die Marktstimmung verbessert, angetrieben von Erwartungen einer möglichen Deeskalation im Nahostkonflikt.
US-Präsident Donald Trump erklärte, der Krieg sei „fast vorbei“. Berichte, unter anderem von Bloomberg, deuteten auf Spekulationen über eine mögliche zweiwöchige Verlängerung eines Waffenstillstands hin, obwohl Trump die Notwendigkeit eines solchen Schrittes zurückwies und auf laufende Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts verwies. Dennoch bleibt Unsicherheit bestehen, nachdem Washington Pläne zur Entsendung von weiteren 10.000 Truppen in die Region bekanntgab.
Die anhaltende Schließung der Straße von Hormus hält die Energiepreise und den Inflationsdruck hoch, was die Märkte dazu veranlasst, zwei Zinserhöhungen der Bank of England in diesem Jahr zu erwarten. Investoren richten zudem ihr Augenmerk auf das heutige Treffen zwischen der britischen Schatzkanzlerin Rachel Reeves und dem US-Finanzminister Scott Bessent im Rahmen der Frühjahrs-Tagungen von IWF und Weltbank in Washington.
Das Beige Book der Federal Reserve (Fed) zeigte, dass die wirtschaftliche Aktivität moderat blieb. Gleichzeitig stiegen die jüngsten US-Inflationszahlen, insbesondere der Erzeugerpreisindex (PPI) für März, auf 4 %, was die Erwartungen bestärkt, dass die Fed im Jahr 2026 vorsichtig bei der Anpassung der Geldpolitik bleiben wird.
Alberto Musalem kommentierte, dass es „wahrscheinlich“ sei, dass höhere Ölpreise in die Kerninflation einfließen könnten, wodurch die zugrundeliegende Inflation leicht unter oder um das Niveau von 3 % bleiben könnte.
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.