AUD/JPY wertet nach drei Gewinnertagen ab und notiert während der asiatischen Handelszeit am Donnerstag bei rund 113,90. Das Währungspaar bleibt nach der Veröffentlichung der australischen Arbeitsmarktdaten für März unter Druck, wobei die Händler nun ihre Aufmerksamkeit auf die für später am Tag erwarteten Bruttoinlandsprodukt-Zahlen Chinas für das erste Quartal richten, da die wirtschaftliche Entwicklung Chinas als wichtiger Handelspartner Australiens den AUD beeinflussen könnte.
Die australische Arbeitslosenquote blieb im März mit 4,3% stabil und entsprach damit dem Marktkonsens. Zudem fiel die Beschäftigungsänderung im März auf 17,9K von 48,9K im Februar und lag unter der Konsensprognose von 20K.
Unterdessen stiegen die Inflationserwartungen der Verbraucher in Australien im April auf 5,9% von 5,2% im März, wobei der deutliche Anstieg hauptsächlich die jüngste Ölpreiserholung widerspiegelt.
Der Abwärtsdruck im AUD/JPY könnte begrenzt sein, da der Australische Dollar (AUD) Unterstützung durch eine verbesserte Marktstimmung findet, die von Erwartungen einer möglichen Deeskalation des Nahostkonflikts genährt wird.
US-Präsident Donald Trump äußerte, der Krieg sei „fast vorbei“. Berichte, unter anderem von Bloomberg, deuteten auf Spekulationen über eine mögliche zweiwöchige Verlängerung eines Waffenstillstands hin, obwohl Trump die Notwendigkeit einer solchen Verlängerung herunterspielte und auf laufende diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Konflikts verwies. Dennoch bleibt Unsicherheit bestehen, nachdem Washington Pläne angekündigt hat, weitere 10.000 Truppen in die Region zu entsenden.
Darüber hinaus kämpft das AUD/JPY-Paar, da der japanische Yen (JPY) aufgrund wachsender Spekulationen über eine mögliche Intervention der japanischen Behörden zur Eindämmung der Schwäche der heimischen Währung an Stärke gewinnt.
Die vom Australian Bureau of Statistics veröffentlichte Beschäftigungsänderung zeigt, wie sich die Zahl der Beschäftigten in Australien verändert hat. Die Daten sind saisonbereinigt, um den Einfluss wiederkehrender saisonaler Schwankungen auszublenden. In der Regel wirkt sich ein Anstieg dieses Indikators positiv auf die Konsumausgaben aus, fördert das Wirtschaftswachstum und wird als bullishes Signal für den Australischen Dollar (AUD) gewertet. Ein niedriger Wert hingegen gilt meist als bärisch.
Mehr lesenLetzte Veröffentlichung: Do Apr. 16, 2026 01:30
Häufigkeit: Monatlich
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Prognose: 20Tsd
Vorher: 48.9Tsd
Quelle: Australian Bureau of Statistics