EUR/JPY notiert am Montag bei rund 186,65 und liegt zum Zeitpunkt der Niederschrift 0,08 % im Minus, da die Risikoaversion nach dem Scheitern der Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran zunimmt. Der Druck auf das Währungspaar resultiert hauptsächlich aus der Schwäche des Euro (EUR), da die gestiegenen geopolitischen Spannungen die Anleger veranlassen, ihre Exponierung gegenüber risikosensiblen Anlagen zu reduzieren.
Die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran, die in Islamabad stattfanden, endeten nach mehr als 21 Stunden Diskussionen ohne Einigung. Der US-Vizepräsident JD Vance bestätigte die Pattsituation, während US-Präsident Donald Trump ankündigte, dass die Vereinigten Staaten mit der Blockade von Schiffen beginnen würden, die die Straße von Hormus befahren oder verlassen. Das US-Zentralkommando erklärte zudem, dass Operationen gegen den Schiffsverkehr im Zusammenhang mit iranischen Häfen am Montag beginnen würden, was die Marktbesorgnis weiter verstärkt.
Auf der europäischen geldpolitischen Seite bleiben die Erwartungen an eine Straffung durch die Europäische Zentralbank (EZB) trotz der geopolitischen Unsicherheit bestehen. Ökonomen der Societe Generale argumentieren, dass Aufwärtsrisiken für die Kerninflation eine Vorverlegung des Zinserhöhungszyklus rechtfertigen. Sie erwarten nun zwei Zinserhöhungen um jeweils 25 Basispunkte im Juni und September, um die Geldpolitik in Richtung eines neutralen Kurses zu bewegen.
Auf japanischer Seite wird die Schwäche des japanischen Yen (JPY) durch Sorgen über eine mögliche Stagflation angesichts steigender Energiepreise begrenzt. Dieses Umfeld stärkt die Erwartungen an eine kurzfristige geldpolitische Straffung durch die Bank of Japan (BoJ). Die Zentralbank wird ihre nächste geldpolitische Entscheidung am 28. April bekanntgeben, wenn die Verantwortlichen bewerten, ob die erhöhten globalen Energie- und Rohstoffpreise eine Zinserhöhung rechtfertigen.
Die Rendite der 10-jährigen japanischen Staatsanleihen stieg auf rund 2,47 %, gestützt durch höhere Ölpreise nach dem Scheitern der Gespräche zwischen Washington und Teheran. Unterdessen zeigte der nach der Sitzung der Filialleiter am 6. April veröffentlichte Sakura-Bericht, dass alle neun Regionen des Landes ihre Wirtschaft entweder als „mäßig erholend“, „anziehend“ oder „mäßig anziehend“ einschätzen.
Der Wirtschaftskalender bleibt zu Beginn der Woche relativ dünn, sodass die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten im Mittelpunkt des Marktinteresses stehen. Die Anleger werden zudem die Äußerungen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Dienstag verfolgen, die weitere Hinweise auf die für den 30. April erwartete geldpolitische Entscheidung geben könnten.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Euro.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.31% | 0.26% | 0.26% | 0.03% | 0.25% | 0.13% | 0.15% | |
| EUR | -0.31% | -0.08% | -0.04% | -0.27% | -0.07% | -0.17% | -0.13% | |
| GBP | -0.26% | 0.08% | 0.02% | -0.23% | -0.01% | -0.10% | -0.10% | |
| JPY | -0.26% | 0.04% | -0.02% | -0.28% | -0.05% | -0.16% | -0.08% | |
| CAD | -0.03% | 0.27% | 0.23% | 0.28% | 0.26% | 0.12% | 0.13% | |
| AUD | -0.25% | 0.07% | 0.00% | 0.05% | -0.26% | -0.10% | -0.02% | |
| NZD | -0.13% | 0.17% | 0.10% | 0.16% | -0.12% | 0.10% | 0.04% | |
| CHF | -0.15% | 0.13% | 0.10% | 0.08% | -0.13% | 0.02% | -0.04% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.