EUR/USD steigt über 1,1650, nachdem Trump einem zweiwöchigen Waffenstillstand mit Iran zustimmt

Quelle Fxstreet
  • EUR/USD steigt im frühen asiatischen Handel am Mittwoch auf fast 1,1670.
  • Trump stimmte einem zweiwöchigen Waffenstillstand mit Iran zu
  • Händler bereiten sich auf das FOMC-Protokoll später am Mittwoch vor.

Das Paar EUR/USD steigt im frühen asiatischen Handel am Mittwoch auf etwa 1,1670. Der Euro (EUR) stärkt sich gegenüber dem Greenback, nachdem US-Präsident Donald Trump einem zweiwöchigen Waffenstillstand mit Iran zugestimmt hat. 

Ein Beamter des Weißen Hauses sagte, dass Trump am Dienstag einem zweiwöchigen Waffenstillstand mit Iran zugestimmt habe, unter der Bedingung, dass Iran die kritische Straße von Hormus wieder öffnet. Israel hat dem Waffenstillstand ebenfalls zugestimmt, so CNN. Trumps Ankündigung erfolgte, nachdem der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif den Waffenstillstand vorgeschlagen hatte, um diplomatische Verhandlungen zwischen den USA und Iran zu ermöglichen.

Händler werden die Entwicklungen rund um den US-iranischen Waffenstillstand genau beobachten. Anzeichen für eine Entspannung der Spannungen im Nahen Osten könnten kurzfristig risikoreichere Anlagen wie die Gemeinschaftswährung stützen.

Das Protokoll des Federal Open Market Committee (FOMC) wird später am Mittwoch im Mittelpunkt stehen. Der Bericht könnte einige Einblicke darin geben, wie die Entscheidungsträger den jüngsten Energieschock durch die Konflikte im Nahen Osten bewerten.

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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