Kanadischer Dollar bleibt gegenüber einem festeren USD unter Druck; bullishe Ölpreise begrenzen Verluste

Quelle Fxstreet
  • USD/CAD handelt zum dritten Mal in Folge mit positiver Tendenz, zeigt jedoch keinen bullishes Überzeugung.
  • Steigende geopolitische Spannungen und Wetten auf Zinserhöhungen der Fed stützen weiterhin den USD und die Kassapreise.
  • Hohe Rohölpreise stützen den Loonie und hindern die Bullen daran, aggressive Wetten zu platzieren.

Das USD/CAD-Paar zieht am Montag zum dritten Mal in Folge Käufer an und handelt während der asiatischen Sitzung knapp unter der Mitte der 1,3900er Marke, in Reichweite eines fast vier Monate alten Hochs, das letzte Woche im Zuge eines festeren US-Dollars (USD) erreicht wurde. Der Anstieg fehlt jedoch an bullisher Überzeugung, da hohe Rohölpreise den rohstoffgebundenen Loonie stützen und die Gewinne bei den Kassapreisen begrenzen könnten.

US-Präsident Donald Trump drohte damit, iranische Kraftwerke und Brücken ins Visier zu nehmen, falls die Straße von Hormus bis Dienstag nicht wieder geöffnet wird, während der Iran neue Bedingungen für die Wiedereröffnung der strategischen Wasserstraße stellte. Dies erhöht das Risiko einer weiteren Eskalation des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten und stützt weiterhin den Status des USD als globale Reservewährung. Hinzu kommt, dass steigende Wetten auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) ein weiterer Faktor sind, der den USD stützt und als Rückenwind für das USD/CAD-Paar wirkt.

Der vielbeachtete US-Arbeitsmarktbericht Nonfarm Payrolls (NFP) zeigte am Freitag, dass die US-Wirtschaft im März 178.000 neue Stellen geschaffen hat, womit der zuvor revidierte Nettoverlust von 133.000 Stellen im Vormonat umgekehrt wurde. Zudem fiel die Arbeitslosenquote im letzten Monat unerwartet auf 4,3%. Dies kommt zusätzlich zu Inflationsängsten, die durch den kriegsbedingten Anstieg der Rohölpreise ausgelöst wurden, und nimmt jeglichen kurzfristigen Druck auf die Fed, die Zinsen zu senken, was weiterhin die hohen Renditen der US-Staatsanleihen stützt. Die Aussichten unterstützen somit weiterhin den USD und das USD/CAD-Paar.

Unterdessen treiben Sorgen um Versorgungsunterbrechungen die Rohölpreise auf ein fast vier Wochen altes Hoch. Dies könnte Händler davon abhalten, aggressive bärische Wetten auf den Kanadischen Dollar (CAD) zu platzieren, und rechtfertigt eine gewisse Vorsicht, bevor man sich für eine weitere Aufwärtsbewegung des USD/CAD-Paares positioniert. Daher ist es ratsam, auf eine nachhaltige Stärke und eine Akzeptanz über der Marke von 1,3900, dem Jahreshoch, zu warten, bevor man sich für eine Ausweitung des fast einen Monat alten Aufwärtstrends aus dem Bereich um 1,3525, dem monatlichen Tief vom März, positioniert.

Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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