NZD/USD bleibt unter 0,5700 unter Druck aufgrund der Spannungen im Nahen Osten

Quelle Fxstreet
  • Das Paar NZD/USD verzeichnet am Montag im asiatischen Handel leichte Verluste um 0,5695. 
  • Trump drohte, dass der Iran „in der Hölle leben“ würde, wenn er die Straße von Hormus nicht öffnet.
  • Es wird allgemein erwartet, dass die RBNZ den Leitzins (OCR) bei 2,25 % auf ihrer April-Sitzung am Mittwoch unverändert lässt. 

Das Paar NZD/USD bleibt während der asiatischen Handelszeiten am Montag in der Nähe von 0,5695 unter Druck. Der US-Dollar (USD) stärkt sich gegenüber dem Kiwi, da die Händler die Entwicklungen im Nahen Osten abwägen. Die geldpolitische Sitzung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) wird am Mittwoch im Fokus stehen. 

US-Präsident Donald Trump setzte dem Iran eine Frist bis Dienstag, die Straße von Hormus wieder zu öffnen, und drohte, die Kraftwerke und Brücken des Landes anzugreifen, falls dies nicht geschieht. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums erklärte, dass Teheran Angriffe auf seine Infrastruktur erwidern und ähnliche Infrastruktur der USA oder verbundener Länder ins Visier nehmen werde. Anhaltende geopolitische Unsicherheiten im Nahen Osten könnten einen sicheren Hafen wie den Greenback begünstigen und dem Paar kurzfristig Gegenwind bescheren. 

Die RBNZ wird am Mittwoch ihre Zinsentscheidung bekanntgeben. Die Märkte erwarten allgemein, dass der Leitzins (Official Cash Rate - OCR) bei 2,25 % unverändert bleibt. RBNZ-Gouverneurin Anna Breman deutete an, dass die Bank vorübergehende, energiegetriebene Inflation „durchsehen“ könnte, aber eine Zinserhöhung in Betracht zieht, falls die langfristigen Erwartungen gefährdet sind.

Obwohl eine Zinspause erwartet wird, schlugen Analysten von Westpac vor, dass die Zentralbank zukünftige Zinserhöhungen signalisieren könnte, falls die energiegetriebene Inflation anhaltend wird. Die Märkte haben eine fast 40%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bis September 2026 eingepreist, wobei eine vollständige Bewegung um 25 Basispunkte (bps) bis Dezember vollständig eingepreist ist.

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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