Der AUD/JPY-Kurs zieht während der asiatischen Handelsstunden am Montag Käufer auf rund 110,20 an. Der Australische Dollar (AUD) gewinnt gegenüber dem japanischen Yen (JPY) leicht an Boden, da weitere Zinserhöhungen durch die Reserve Bank of Australia (RBA) erwartet werden.
Die Aufwärtsbewegung des Währungspaares könnte jedoch begrenzt sein, da die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten die Nachfrage nach dem sicheren Hafen JPY steigern könnten. Der zentrale Militärbefehl Irans warnte am Montag vor einer weitaus „verheerenderen und umfassenderen“ Vergeltung, falls seine Gegner zivile Ziele treffen sollten. Die Erklärung erfolgte, nachdem US-Präsident Donald Trump damit gedroht hatte, Irans Kraftwerke und Brücken zu zerstören, falls Teheran kein Abkommen zur vollständigen Wiedereröffnung der Straße von Hormus erzielt.
Im Tages-Chart ist die kurzfristige Tendenz von AUD/JPY leicht bullisch, da der Kurs über dem steigenden 100-Tage exponentiell gleitenden Durchschnitt nahe 107,35 liegt und den breiteren Aufwärtstrend trotz des jüngsten Pullbacks fortsetzt. Der RSI fällt zur Mittellinie zurück, was darauf hindeutet, dass eine weitere Konsolidierung kurzfristig nicht ausgeschlossen werden kann.
Der unmittelbare Widerstand liegt nahe dem mittleren Bollinger-Band bei 111,25. Darüber befindet sich die nächste Aufwärtsmarke nahe dem Hoch vom 19. März bei 112,61, auf dem Weg zum oberen Bollinger-Band bei 113,65. Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung bei der psychologischen Marke von 110,00 gesehen. Ein tieferer Rückschlag würde das untere Bollinger-Band nahe 108,75 sowie den 100-Tage-EMA um 107,35 anvisieren.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.