NZD/USD fällt auf nahe 0,5700 aufgrund schwacher chinesischer EMI, US NFP-Daten stehen bevor

Quelle Fxstreet
  • NZD/USD driftet im asiatischen Handel am Freitag auf rund 0,5710 ab.
  • Der Services-EMI von RatingDog für China sank im März auf 52,1 und fiel damit schwächer als erwartet aus.
  • Die US-Arbeitsmarktdaten für März werden am Freitag im Fokus stehen.

Das Paar NZD/USD setzt den Rückgang während der asiatischen Handelszeiten am Freitag auf ein fast viermonatiges Tief bei rund 0,5710 fort. Der Neuseeland-Dollar (NZD) gibt gegenüber dem US-Dollar (USD) nach angesichts der enttäuschenden chinesischen Wirtschaftsdaten und der verschärften geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Die Handelsvolumina dürften aufgrund des Karfreitag-Feiertags gering ausfallen.

Am Freitag veröffentlichte Daten von RatingDog zeigten, dass der Einkaufsmanagerindex (EMI) für den Dienstleistungssektor in China im März von 56,7 im Februar auf 52,1 zurückging. Dieser Wert lag unter dem Marktkonsens von 53,7. Der China-Proxy Kiwi gibt nach den schwächeren chinesischen Daten leicht nach.

Zusätzlich könnten die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und Iran eine sichere Hafenwährung wie den Greenback stärken und dem Paar Gegenwind verschaffen. US-Präsident Donald Trump übt Druck auf den Iran aus, "einen Deal zu machen", nachdem ein Militärschlag eine Brücke in der Nähe von Teheran zerstört hat. Unterdessen erklärte Irans Außenminister Abbas Araghchi, dass die jüngsten Angriffe Washingtons auf zivile Infrastruktur das Land nicht zum Nachgeben zwingen werden.

Die Händler werden die US-Arbeitsmarktdaten für März später am Freitag genau beobachten. Für die US-Wirtschaft wird ein Stellenzuwachs von 60.000 im März erwartet, während die Arbeitslosenquote im gleichen Zeitraum voraussichtlich unverändert bei 4,4 % bleiben wird. Anzeichen einer Schwächung des US-Arbeitsmarktes könnten den USD kurzfristig belasten.

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.


 

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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