EUR/USD fällt unter 1,1500, da der Iran vor möglichen US-Bodenangriffen warnt

Quelle Fxstreet
  • EUR/USD fällt weiter auf rund 1,1490, da die trübe Marktstimmung riskante Währungen belastet.
  • Irans deutliche Warnung vor einem möglichen US-Bodenangriff trübt die Marktstimmung.
  • Anleger warten auf die vorläufigen deutschen HICP-Daten für frische Hinweise zur geldpolitischen Aussicht der EZB.

Das Paar EUR/USD setzt am Montag seine Verlustserie zum fünften Handelstag fort und notiert während der frühen asiatischen Handelssitzung 0,15 % tiefer bei rund 1,1490. Das wichtige Währungspaar steht unter Druck, da die Marktstimmung aufgrund der scharfen Warnungen von Irans Brigadegeneral Ebrahim Zolfaqari im iranischen Staatsfernsehen gegenüber US-Bodentruppen, die „gutes Futter für die Haie des Persischen Golfs“ sein würden, risikoscheu wird.

Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung notieren die S&P 500-Futures 0,5 % tiefer, was auf eine geringe Risikoappetit der Anleger gegenüber riskanten Vermögenswerten hinweist. Unterdessen steigt der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, um 0,15 % auf rund 100,35.

Am späten Donnerstag berichtete das Wall Street Journal (WSJ), dass das US-Verteidigungsministerium plant, trotz der Behauptungen von Präsident Donald Trump über Verhandlungsgespräche mit Teheran weitere 10.000 Truppen nach Iran zu entsenden.

Auf der makroökonomischen Seite warten die Anleger auf die vorläufigen deutschen Daten zum Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HICP) für März, die um 12:00 GMT veröffentlicht werden. Die Anleger werden die Inflationsdaten genau beobachten, da diese die Markterwartungen für die geldpolitische Aussicht der Europäischen Zentralbank (EZB) beeinflussen werden. Die Auswirkungen der Inflationsdaten auf die Zinserwartungen in der Eurozone werden erheblich sein, da sie die Folgen der höheren Energiepreise aufgrund der Konflikte im Nahen Osten widerspiegeln.

Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.

In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.

Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.

Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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