USD/CHF gewinnt an Stärke und nähert sich 0,7990 aufgrund des hawkischen Tons der Fed

Quelle Fxstreet
  • Das Paar USD/CHF tendiert im frühen europäischen Handel am Montag höher auf rund 0,7890. 
  • Ein hawkischer Ton der Fed stützt den US-Dollar. 
  • Der Iran warnte, die Straße von Hormus vollständig zu schließen, falls die USA Kraftwerke bombardieren. 

Das Paar USD/CHF gewinnt im frühen europäischen Handel am Montag an Stärke und nähert sich der Marke von 0,7890. Ein hawkisches Festhalten der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) bietet dem US-Dollar (USD) gegenüber dem Schweizer Franken (CHF) etwas Unterstützung. Händler werden die Lage im Nahen Osten genau beobachten. 

Die Fed stimmte letzte Woche mit 11 zu 1 dafür, die Zinssätze im Zielbereich von 3,50 % bis 3,75 % bei ihrer März-Sitzung unverändert zu lassen. Dies ist die zweite aufeinanderfolgende Sitzung, bei der die US-Zentralbank die Zinsen nach einer Reihe von Senkungen Ende 2025 stabil gehalten hat. 

Steigende Rohöl- und Energiepreise, angetrieben durch den eskalierenden US-israelischen Krieg mit dem Iran, entfachen erneut Inflationsängste und veranlassen Händler, die Erwartungen an Zinssenkungen der Fed zurückzuschrauben. Laut dem CME FedWatch-Tool haben Futures-Händler eine fast 85%ige Wahrscheinlichkeit eingepreist, dass es bei der April-Sitzung der Fed keine Zinssenkungen geben wird. 

Andererseits könnte der verschärfte Konflikt im Nahen Osten eine sichere Hafenwährung wie den CHF stärken. Das iranische Militär erklärte, es werde die Straße von Hormus vollständig schließen, falls US-Präsident Donald Trump seine Drohungen wahrmacht, iranische Energieanlagen anzugreifen. Diese Erklärung erfolgte, nachdem Trump am Sonntag gewarnt hatte, er werde iranische Kraftwerke „auslöschen“, falls die Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden geöffnet werde. 

Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.

Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.

Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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