GBP/JPY tut sich schwer, einen moderaten Intraday-Anstieg zu nutzen, bleibt unterhalb der Mitte der 212,00er flach

Quelle Fxstreet
  • GBP/JPY schließt die am Montag eröffnete wöchentliche bärische Kurslücke, zeigt jedoch kein Anschlusskaufinteresse.
  • Ein festerer USD belastet das GBP, während geopolitische Risiken und Interventionsängste dem JPY zugutekommen.
  • Hawkische geldpolitische Aussichten der BoJ und BoE halten Händler davon ab, aggressive Richtungswetten einzugehen.

Das GBP/JPY-Kreuz zieht während der asiatischen Sitzung am Montag einige Dip-Käufer in der Region um 211,85 an, zeigt jedoch keinen Anschluss und bleibt in einer Seitwärtsrange gefangen, die sich über die vergangene Woche erstreckt. Die Spotpreise notieren derzeit knapp unter der Mitte der 212,00er-Marke und bleiben angesichts gemischter fundamentaler Signale nahezu unverändert.

Das Britische Pfund (GBP) wird durch eine moderate Stärke des US-Dollars (USD) belastet, während die steigenden Spannungen im Nahen Osten den sicheren Hafenstatus des Japanischen Yen (JPY) stärken. Darüber hinaus wirken Spekulationen, dass japanische Behörden eingreifen könnten, um eine weitere Schwäche des JPY zu stoppen, als Gegenwind für das GBP/JPY-Kreuz. Tatsächlich erklärte Japans oberster Devisenbeamter und Vizefinanzminister für internationale Angelegenheiten, Atsushi Mimura, heute, dass die Regierung Maßnahmen auf allen Ebenen in Erwägung ziehen werde, um die Volatilität am Devisenmarkt einzudämmen.

Unterdessen behielt die Bank of Japan (BoJ) am Ende der März-Sitzung letzte Woche ihre Neigung zur Normalisierung der Geldpolitik bei und warnte, dass die durch den Nahostkonflikt getriebenen stark steigenden Rohölpreise den Inflationsdruck verschärfen könnten. Die Bank of England (BoE) signalisierte hingegen aufgrund von Inflationssorgen infolge des Iran-Kriegs eine mögliche Zinserhöhung bereits im April. Dies hält Händler davon ab, Richtungswetten rund um das GBP/JPY-Kreuz zu platzieren, und führt zu einer seitwärts gerichteten Kursentwicklung.

Daher ist es ratsam, auf starke Anschlusskäufe zu warten, bevor man sich auf eine Ausweitung der jüngsten Erholung von einem technisch bedeutenden 100-Tage Simple Moving Average (SMA) in der Nähe von 207,25 oder dem seit Jahresbeginn im Februar erreichten Tief einrichtet. Mangels relevanter marktrelevanter Wirtschaftsdaten aus Japan oder Großbritannien werden frische Entwicklungen rund um die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung der breiteren Risikostimmung spielen und dem GBP/JPY-Kreuz Impulse verleihen.

Zentralbanken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Zentralbanken wie die US-Notenbank oder die Europäische Zentralbank haben die Aufgabe, Preisstabilität zu gewährleisten. Dies erreichen sie, indem sie die Zinsen anpassen und so die Inflation kontrollieren.

Zentralbanken haben ein zentrales Instrument, um die Inflation zu steuern: den Leitzins. Zu festgelegten Terminen veröffentlicht die Bank ihre Zinsentscheidung, in der sie den Leitzins entweder beibehält, senkt oder anhebt. Dies beeinflusst die Zinssätze von Sparguthaben und Krediten, was wiederum Auswirkungen auf das Spar- und Investitionsverhalten der Wirtschaft hat. Zinserhöhungen werden als geldpolitische Straffung bezeichnet, Zinssenkungen als geldpolitische Lockerung.

Eine Zentralbank agiert häufig unabhängig von der Politik. Bevor Mitglieder in den geldpolitischen Rat berufen werden, durchlaufen sie verschiedene Anhörungen und Prüfungen. Jedes Mitglied bringt dabei seine eigene Überzeugung mit, wie die Zentralbank Inflation steuern und die Geldpolitik gestalten sollte. Befürworter einer lockeren Geldpolitik, die niedrige Zinsen und günstige Kredite fördern, um das Wirtschaftswachstum anzutreiben – selbst auf Kosten einer leicht über 2 % liegenden Inflation –, werden als „Tauben“ bezeichnet. „Falken“ hingegen bevorzugen höhere Zinsen, um Sparen zu belohnen, und sehen es als ihre Priorität, die Inflation unter Kontrolle zu halten, bis sie bei oder unter 2 % liegt.

Normalerweise wird jede Sitzung einer Zentralbank von einem Vorsitzenden oder Präsidenten geleitet, der zwischen den verschiedenen Lagern – den sogenannten „Falken“ und „Tauben“ – einen Konsens herstellen muss. Kommt es zu einem Patt bei der Abstimmung, entscheidet der Vorsitzende und verhindert so eine 50:50-Stimmengleichheit über mögliche geldpolitische Anpassungen. Der Vorsitzende hält zudem regelmäßig öffentliche Reden, in denen die aktuelle geldpolitische Ausrichtung und zukünftige Erwartungen kommuniziert werden – diese können oft live mitverfolgt werden. Das Ziel einer Zentralbank ist es, ihre geldpolitischen Maßnahmen umzusetzen, ohne dabei heftige Schwankungen bei Zinssätzen, Aktienmärkten oder der eigenen Währung auszulösen. Bereits vor geldpolitischen Sitzungen geben die Mitglieder ihre Einschätzungen indirekt an die Märkte weiter. In den letzten Tagen vor einer Sitzung herrscht jedoch eine „Blackout-Periode“, während der die Mitglieder keine öffentlichen Äußerungen machen dürfen, bis die neuen Maßnahmen offiziell verkündet wurden.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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