EUR/GBP steigt nach zwei Verlusttagen und wird während der europäischen Handelsstunden am Montag um 0,8670 gehandelt. Der Währungskreuz bleibt stärker nach der Veröffentlichung der deutschen Fabrik- und Industrieproduktionsdaten. Die Sentix-Anlegervertrauen der Eurozone wird später am Tag beobachtet.
Die Industrieproduktion Deutschlands fiel im Januar 2026 um 0,5% gegenüber dem Vormonat (MoM) und entspannte sich von einem nach unten revidierten Rückgang von 1,0% im Vormonat, verfehlte jedoch die Erwartungen eines Anstiegs um 0,9%. Dies markierte den zweiten monatlichen Rückgang in Folge. Im Jahresvergleich (YoY) sank die Produktion um 1,2% nach einem revidierten Anstieg von 0,4% im Dezember. In der Zwischenzeit stürzten die Auftragseingänge im Januar um 11% (MoM) ab, was weit schlechter war als der erwartete Rückgang von 4,3%, nach einem vorherigen Anstieg von 7,8%.
Die Märkte haben die Zinserwartungen revidiert, da die inflationsbedingten Auswirkungen höherer Energiepreise beginnen, sich in der Wirtschaft auszuwirken. Bedenken, dass ein langanhaltender Konflikt im Nahen Osten das globale Wachstum nachhaltig stören könnte, haben ebenfalls die Stimmung belastet.
Steigende Energiepreise befeuern auch die Inflationssorgen im Vereinigten Königreich (UK) und reduzieren die Erwartungen an eine Zinssenkung der Bank of England (BoE) in diesem Monat, wobei die Terminmärkte keine weiteren politischen Änderungen für den Rest des Jahres signalisieren.
In der Zwischenzeit bekräftigte der britische Premierminister Keir Starmer seine Entscheidung, sich nicht an den anfänglichen US-israelischen Angriffen auf den Iran zu beteiligen, und betonte die Diplomatie. Am Wochenende wies US-Präsident Donald Trump Berichte zurück, dass das Vereinigte Königreich plane, den Flugzeugträger HMS Prince of Wales in den Nahen Osten zu entsenden, und bezeichnete Großbritannien als „ehemals großen Verbündeten“.
Die Industrieproduktion wird vom Statistischen Bundesamt Deutschland veröffentlicht und sie zeigen das Volumen der Produktion der deutschen Industrie. Ein Aufwärtstrend ist in Verbindung mit Inflation und steigenden Zinsen zu sehen. Bei einem hohen Wachstum der Industrieproduktion sind die Auswirkungen auf den EUR bullish, während bei einem Rückgang entsprechend bearish Reaktionen zu erwarten sind.
Mehr lesenLetzte Veröffentlichung: Mo März 09, 2026 07:00
Häufigkeit: Monatlich
Aktuell: -0.5%
Prognose: 0.9%
Vorher: -1.9%
Quelle: Federal Statistics Office of Germany