NZD/USD fiel am Donnerstag um über 0,7% und pendelte nahe 0,5900, was den niedrigsten Stand seit Ende Januar markiert. Das Paar hat nun den Großteil seiner Gewinne aus dem Februar wieder abgegeben, wobei eine Reihe von niedrigeren Hochs seit dem Höchststand von etwa 0,6090 Anfang Februar auf ein nachlassendes bullishes Momentum hindeutet. In der Sitzung am Donnerstag rutschte der Preis durch die Clusterunterstützung im Bereich von 0,5920, wobei die bärische Kerze nahe dem Sitzungstief schloss und wenig Anzeichen einer Erholung zeigte.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) hielt den Official Cash Rate (OCR) im Februar bei 2,25%, wobei die neue Gouverneurin Anna Breman einen bemerkenswert dovishen Ton anschlug. Breman verschob die erste potenzielle Zinserhöhung auf Ende 2026 frühestens und signalisierte, dass die Wirtschaft Raum zur Erholung hat, ohne die Inflation auszulösen. Die Overnight-Index-Swaps gaben nach der Entscheidung um etwa acht Basispunkte nach, und die Marktpreise für eine Zinserhöhung im September sind seitdem von 68% vor der Sitzung auf etwa 40% gefallen. Die wachsende politische Kluft zur Reserve Bank of Australia (RBA), die die Zinsen im Februar auf 3,85% angehoben hat und eine weitere Erhöhung für Mai in Betracht zieht, belastet den Kiwi weiterhin im Vergleich zu seinem trans-Tasman-Pendant.
Auf der Seite des US-Dollars (USD) treibt die Nachfrage nach sicheren Häfen aufgrund des eskalierenden Konflikts im Iran die allgemeine Stärke des Greenbacks, da die Straße von Hormuz effektiv geschlossen ist und die US-Rohölpreise zum ersten Mal seit Mitte 2024 über 80 USD pro Barrel steigen. Neuseelands starke Abhängigkeit von importiertem Öl macht den Kiwi besonders anfällig für anhaltende Anstiege der Energiepreise. Die Federal Reserve (Fed) hielt die Zinsen im Januar bei 3,50% bis 3,75%, wobei die Protokolle einen hawkischen Trend zeigten. Der Non-Farm Payrolls (NFP)-Bericht am Freitag, der auf etwa 60K prognostiziert wird, ist das nächste große Ereignisrisiko.
Im Tageschart handelt NZD/USD bei 0,5898. Die kurzfristige Tendenz ist leicht bärisch, da der Preis zurück zu den Tiefstständen von Ende Oktober rutscht, während er über den steigenden 50- und 200-Tage exponentiellen gleitenden Durchschnitten bei etwa 0,59 bleibt, die weiterhin eine breitere Basisstruktur bilden. Der jüngste Rückgang im Stochastic von überkauft in die niedrigen 30er bestätigt das nachlassende Aufwärtsmomentum und begünstigt weitere Abwärtsbewegungen, solange der Kurs unter der Clusterunterstützung der letzten Woche knapp über 0,60 bleibt.
Die erste Unterstützung befindet sich im jüngsten Bereich von 0,5890–0,5900, wo ein täglicher Schlusskurs darunter die nächste Abwärtszone nahe 0,5850 freilegen würde, definiert durch den 200-Tage-EMA und frühere Reaktions-Tiefs. Wenn die Verkäufer die Kontrolle darunter ausweiten, verschiebt sich der Fokus auf 0,5800. Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand nun bei 0,5950, gefolgt von der 0,6000-Marke, wo frühere Stauungen und der 50-Tage-EMA zusammenlaufen; ein täglicher Schlusskurs über 0,6000 würde die bärische Tendenz abschwächen und den Weg zu 0,6050 öffnen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.