AUD/USD sprang am Mittwoch um ein halbes Prozent und erholte sich auf etwa 0,7080, nachdem es zu Beginn der Woche in Richtung der 0,7000-Marke gefallen war. Das Paar konsolidiert seit über einem Monat in einem Bereich von etwa 150 Pips zwischen 0,7000 und dem Jahreshoch nahe 0,7150, und der Australische Dollar (AUD) liegt trotz des Anstiegs am Mittwoch in den letzten fünf Handelssitzungen etwa 0,65% gegenüber dem US-Dollar (USD) im Minus.
Die BIP-Zahl für das vierte Quartal Australiens von 0,8% übertraf die Erwartungen von 0,6%, wobei das jährliche Wachstum mit 2,6% einen Drei-Jahres-Hoch erreichte, was hauptsächlich durch Staatsausgaben und einen Anstieg der Lagerbestände angetrieben wurde. Die Reserve Bank of Australia (RBA) erhöhte im Februar die Zinsen auf 3,85%, und die stärkeren Wachstumsdaten dürften die Straffungsneigung des Gremiums aufrechterhalten.
Auf der Seite des US-Dollars hat die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten nach US- und israelischen Angriffen auf den Iran und der faktischen Schließung der Straße von Hormuz sichere Hafenströme in den Greenback gelenkt, obwohl der Sicherheitsflucht-Momentum in den Handelssitzungen zur Wochenmitte nachgelassen hat. Da keine wichtigen australischen Daten mehr im Kalender dieser Woche stehen, verlagert sich der Fokus auf die US-Veröffentlichungen, wobei die Nonfarm Payrolls (NFP), die Arbeitslosenquote und die Einzelhandelsumsätze für Januar alle am Freitag fällig sind.
Im Tageschart wird AUD/USD bei 0,7079 gehandelt. Die kurzfristige Tendenz ist leicht bullisch, da der Preis gut über den steigenden 50-Tage- und 200-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitten liegt, was einen etablierten Aufwärtstrend verstärkt, trotz des jüngsten Verlusts an Momentum. Die letzte Stochastic-Ablesung zieht sich aus dem überkauften Bereich zurück, bleibt jedoch im oberen Bereich, was auf nachlassenden Aufwärtsdruck hinweist, anstatt auf eine klare Umkehr, was mit einer Konsolidierungsphase innerhalb einer breiteren Aufwärtsstruktur übereinstimmt.
Die erste Unterstützung liegt nahe 0,7040, wo die jüngsten Tiefs mit dem kurzfristigen Konsolidierungsboden übereinstimmen, gefolgt von einer tieferen Unterstützung um 0,7000, die die Zone des 50-Tage-EMA nahe 0,6930 schützt. Auf der Oberseite wird unmittelbarer Widerstand um 0,7120 gesehen, knapp unter dem jüngsten Swing-Hoch, wobei ein Durchbruch darüber den Bereich von 0,7160 als nächstes Aufwärtsziel freilegt.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.