Das Währungspaar GBP/JPY hält sich im frühen europäischen Handel am Freitag positiv bei 208,25 und beendet damit die viertägige Verlustserie. Allerdings könnte das potenzielle Aufwärtspotenzial begrenzt sein, da Hoffnungen bestehen, dass Japans Premierministerin Sanae Takaichi fiskalisch verantwortungsbewusster sein könnte und ihre Politik die Wirtschaft ankurbeln wird.
Naoki Tamura, Mitglied des Direktoriums der Bank of Japan (BoJ), verstärkte am Freitag die Argumentation für eine weitere Normalisierung der Geldpolitik. Tamura erklärte zudem, dass die Inflation in Japan zunehmend hartnäckig wird und die Zentralbank möglicherweise bald in der Lage sein könnte, ihr Preisziel von 2 % als nachhaltig erreicht zu betrachten.
Im Tageschart hält sich GBP/JPY knapp über dem 100-EMA und bewahrt die mittelfristige bullische Struktur. Rückgänge bleiben unterstützt, solange dieser Durchschnitt intakt ist. Der Preis fällt unter die untere Bollinger-Band, was auf einen überverkauften Zustand hinweist, während sich die Bänder erweitern und auf eine erhöhte Volatilität hindeuten. Der RSI (14) liegt bei 37,07 und bleibt unter 50, was auf ein schwaches Momentum mit einem moderaten Anstieg von den jüngsten Tiefstständen hinweist.
Die erste Unterstützung wird am 100-EMA bei 207,65 gesehen. Eine weitere Stabilisierung würde den Fokus auf den Widerstand am 20-Tage-Mittelpunkt und das äußere Band lenken. Eine Rückkehr innerhalb des Bollinger-Bandes würde den Fokus auf 211,80 zurücklenken, während ein Anstieg des RSI in Richtung 50 die Erholungsaussichten stärken würde. Ein Schlusskurs über dem mittleren Band würde Spielraum für eine breitere Korrekturbewegung eröffnen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.