NZD/USD weitet seine Gewinne in der zweiten aufeinanderfolgenden Sitzung aus und handelt während der europäischen Handelsstunden am Donnerstag um 0,6060. Das Paar hält seine Gewinne, da der neuseeländische Dollar (NZD) Unterstützung aus der vorsichtigen Stimmung vor der geldpolitischen Entscheidung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) in der nächsten Woche erhält, wobei allgemein erwartet wird, dass die Zentralbank die Zinsen unverändert lässt.
Händler werden voraussichtlich die Inflationserwartungen der RBNZ für das erste Quartal 2026 beobachten, die am Freitag veröffentlicht werden. Der Fokus wird sich auf den Verbraucherpreisindex (CPI) der Vereinigten Staaten (US) richten, der später in der nordamerikanischen Sitzung im Mittelpunkt stehen wird.
Das NZD/USD-Paar hält seine Position, während der US-Dollar (USD) gedämpft bleibt, trotz wachsender Erwartungen, dass die Fed die Zinsen nach besser als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten unverändert lassen wird.
Das CME FedWatch-Tool deutet darauf hin, dass die Finanzmärkte nun eine Wahrscheinlichkeit von fast 92% einpreisen, dass die Fed die Zinsen bei ihrem nächsten Treffen unverändert lässt, gegenüber 80% am Vortag. Die Märkte erwarten die erste Zinssenkung voraussichtlich im Juni und eine mögliche Folgesenkung im September.
Die Nonfarm Payrolls (NFP) im Januar stiegen um 130.000, nach einer revidierten Zunahme von 48.000 im Dezember (zuvor 50.000) und übertrafen die Markterwartungen von 70.000. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote auf 4,3% von 4,4%.
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.