AUD/USD geriet am Donnerstag in eine rutschige Phase, während die Volatilität auf breiter Front zunahm. Der Australische Dollar (AUD) erreichte ein Drei-Jahres-Hoch gegenüber dem US-Dollar (USD), bevor er am Tag wieder in den unteren Bereich fiel, da die allgemeine Marktsentimentströmung sich verschlechterte.
Der metallsensitive Aussie erleidet einen korrelierten Rückschlag, da sowohl Silber- als auch Goldpreise einen Volatilitätsschock auf den globalen Märkten erleiden. Trotz des Erreichens beschleunigter Rekordhochs in dieser Woche wird die Anlegerstimmung angesichts einer zunehmend fragwürdigen KI-Rallye und einer drohenden US-Regierungsstilllegung vorsichtig.
Die Spot-Goldpreise kamen am Donnerstag nur wenige Zentimeter an ein neues Allzeithoch von 5.600 USD pro Unze heran, bevor ein scharfer Rückschlag die XAU/USD-Angebote wieder unter 5.100 USD drückte. Die Intraday-Goldpreise haben sich seitdem um den Punkt stabilisiert, an dem der Tag bei etwa 5.350 USD pro Unze begann, aber der nachfolgende Volatilitätsschaden wurde angerichtet, wodurch das, was ein Gewinn von 0,9% im AUD/USD-Paar gewesen wäre, geschmälert wurde.
Die US-Regierung hat erneut versäumt, ein kritisches haushaltspolitisches Hindernis zu überwinden, und steuert auf eine weitere Regierungsstilllegung zu. Die Trump-Administration war während zweier der längsten Regierungsstilllegungen der USA am Ruder, und die Anleger befürchten, dass eine dritte rekordverdächtige Schließung der Bundesregierung eine weitere Phase mit begrenzten oder gar keinen offiziellen Daten einleiten könnte, um die amerikanische Wirtschaft zu bewerten.

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.