Der japanische Yen (JPY) zieht während der asiatischen Sitzung am Dienstag einige Verkäufer an und entfernt sich weiter von dem höchsten Niveau seit November 2025, das am Vortag gegenüber seinem amerikanischen Pendant erreicht wurde. Die Anleger sind weiterhin besorgt über die fiskalische Gesundheit Japans im Hinblick auf die aggressiven Ausgaben- und Steuerkürzungspläne von Premierministerin Sanae Takaichi. Dies, zusammen mit einem insgesamt positiven Ton an den Aktienmärkten, wird als Belastung für den sicheren Hafen JPY angesehen, angesichts der politischen Unsicherheit im Inland vor der vorgezogenen Wahl am 8. Februar.
Das heißt, Spekulationen, dass die japanischen Behörden eingreifen würden, um eine weitere Schwäche des JPY zu stoppen, erfordern Vorsicht für bärische Händler angesichts der hawkischen Haltung der Bank of Japan (BoJ). Der US-Dollar (USD) hingegen dümpelt nahe einem Viermonatstief, während Wetten bestehen, dass die Federal Reserve (Fed) die Kreditkosten in diesem Jahr noch zweimal senken wird. Hinzu kommt, dass der 'Sell America'-Handel als Gegenwind für den USD wirkt und USD/JPY begrenzen sollte, während der Marktfokus auf dem entscheidenden zweitägigen FOMC-Treffen liegt, das später heute beginnt.
Das USD/JPY-Paar zeigte am Montag eine gewisse Widerstandsfähigkeit unter dem 100-Tage-Simple Moving Average (SMA), bleibt jedoch unter dem horizontalen Unterstützungsbruchpunkt von 154,75-154,80. Das Histogramm des Moving Average Convergence Divergence (MACD) reicht tiefer in den negativen Bereich, was darauf hinweist, dass die MACD-Linie unter der Signallinie liegt und der Momentum unter Druck unter null steht. Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei 32 (nahe überverkauft) und deutet darauf hin, dass die Abwärtsbewegung ausgedehnt werden könnte.
Ein täglicher Schlusskurs unter dem 100-Tage-SMA bei 153,81, der das USD/JPY-Paar kurzfristig unterstützt, würde den Bären mehr Kontrolle geben, während ein nachhaltiger Handel darüber den Bias durch den steigenden SMA verankert halten würde. Ein abflachendes MACD-Histogramm und eine Rückkehr zur Nulllinie würden auf eine Stabilisierung des Momentums hindeuten, und eine RSI-Erholung in Richtung 50 würde den Ton verbessern; umgekehrt würde ein Rückgang unter 30 das Risiko weiterer Schwäche erhöhen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.