Der japanische Yen (JPY) baut auf den enormen Gewinnen vom Freitag gegenüber einem insgesamt schwächeren US-Dollar (USD) auf und eröffnet mit einer bullischen Lücke zu Beginn einer neuen Woche, wobei er während der asiatischen Sitzung sein höchstes Niveau seit dem 14. November erreicht. Japans Premierministerin Sanae Takaichi warnte am Sonntag vor spekulativen Bewegungen nach Zinserhebungen des japanischen Finanzministeriums und der New Yorker Federal Reserve (Fed) am Freitag. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit einer gemeinsamen US-Japan-Intervention, um eine weitere Schwäche des JPY zu stoppen, und sorgt am Montag für einen starken Auftrieb.
Abgesehen davon erweist sich der hawkische Ausblick der Bank of Japan (BoJ) und die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten als weitere Faktoren, die den sicheren Hafen JPY stützen. Der USD hingegen taucht auf sein niedrigstes Niveau seit September 2025 im Zuge des sogenannten 'Sell America'-Handels und Wetten, dass die US-Notenbank die Kreditkosten in diesem Jahr noch zweimal senken würde. Die unterschiedlichen Erwartungen der BoJ und der Fed tragen zum intraday Rückgang des USD/JPY-Paares auf unter 154,00 bei und unterstützen die Annahme einer weiteren Abwertung.
Aus technischer Sicht wird ein nachhaltiger Bruch und die Akzeptanz unterhalb der horizontalen Unterstützung von 154,00, die sich auch in der Nähe des 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) befindet, als neuerlicher Auslöser für die Bären des USD/JPY angesehen. Das Momentum hat sich verschlechtert, da der Moving Average Convergence Divergence (MACD) unter die Nulllinie rutscht und weiter nach unten geht, was auf einen zunehmenden bärischen Druck hindeutet.
Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei 32, nahe dem überverkauften Bereich, was darauf hindeutet, dass das Abwärtsmomentum gedehnt ist, und ein Rücksprung entstehen könnte, wenn Käufer den 100-Tage-SMA verteidigen. Ein täglicher Schlusskurs unterhalb dieser Unterstützung würde das Risiko eines tieferen Rückzugs erhöhen, während eine Stabilisierung darüber die breitere bullische Struktur aufrechterhalten würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.