Das Paar USD/JPY verliert während der asiatischen Handelsstunden am Mittwoch an Boden und nähert sich 157,55. Der japanische Yen (JPY) stärkt sich gegenüber dem US-Dollar (USD), da die eskalierenden Spannungen zwischen den USA, Israel und dem Iran die Nachfrage nach sicheren Häfen anheizen. Der US ISM Einkaufsmanagerindex (EMI) für den Dienstleistungssektor im Februar wird später am Mittwoch im Fokus stehen.
US-Präsident Donald Trump sagte, die meisten militärischen Einrichtungen Irans seien "ausgeschaltet" worden und dass neue Angriffe auf die iranische Führung abzielten, berichtete CNBC. Israel habe auch einen Komplex angegriffen, der einer Gruppe gehört, die für die Wahl des nächsten obersten Führers Irans verantwortlich ist. Anhaltende geopolitische Risiken und Ängste vor einem langwierigen Krieg könnten dem JPY kurzfristig Unterstützung bieten.
Darüber hinaus könnten hawkische Äußerungen von japanischen Beamten zur Aufwärtsbewegung des JPY beitragen. Der stellvertretende Gouverneur der BoJ, Ryozo Himino, sagte am Montag, dass die aktuelle Politik zwar "etwas akkommodierend" bleibe, die Zentralbank jedoch die Zinsen moderat erhöhen sollte, solange ihre wirtschaftlichen und preislichen Prognosen erfüllt werden.
Händler bereiten sich auf die Veröffentlichung des US ISM EMI für den Dienstleistungssektor später am Tag vor. Ökonomen erwarten, dass die Zahl leicht auf 53,5 im Februar von 53,8 im Januar sinkt. Im Falle stärker als erwarteter Ergebnisse könnte dies den Greenback gegenüber dem JPY stützen.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.