Goldpreis in Wartestellung: Anleger im Bann des „Dot Plot“

Autor: Mitrade Team
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  • Marktstimmung: Gold (XAU/USD) markiert ein neues Wochenhoch über 4.200 USD, doch fehlende Anschlusskäufe zeugen von Nervosität.

  • Makro-Umfeld: Trotz robuster US-Daten (JOLTS, PCE) setzen die Märkte fest auf eine Zinssenkung, was den Dollar belastet.

  • Charttechnik: Der Kurs ist in einer engen Spanne gefangen – ein Ausbruch über 4.250 USD ist für eine Trendfortsetzung zwingend.

Der Goldpreis (XAU/USD) tastet sich zur Wochenmitte im asiatischen Handel vorsichtig vor. Zwar gelang dem Edelmetall der Sprung über die Marke von 4.200 US-Dollar und damit auf ein neues Wochenhoch, doch von einer dynamischen Rallye kann keine Rede sein. Es herrscht eine klassische Patt-Situation: Die Bullen warten auf grünes Licht durch die US-Notenbank (Fed), während geopolitische Spannungen das Abwärtsrisiko begrenzen.

Geldpolitik: Zinssenkung trotz Inflationssorgen?

Im Fokus des Parketts steht die am Mittwochabend anstehende Entscheidung des Offenmarktausschusses (FOMC). Obwohl die US-Notenbanker mit hartnäckigen Inflationsdaten konfrontiert sind, gilt eine Zinssenkung um 25 Basispunkte an den Märkten als so gut wie beschlossen. Diese Erwartungshaltung bremst die jüngste Erholung des US-Dollars (USD) aus und verleiht dem unverzinslichen Goldrückenwind.

Dabei lieferte die Datenlage zuletzt Argumente für die „Falken“ (Hawks):

Inflation: Das US-Handelsministerium meldete am Freitag, dass der Kern-PCE-Preisindex – das bevorzugte Inflationsmaß der Fed – im September bei 2,8 Prozent (Vorjahr) lag und damit weiter über dem 2-Prozent-Ziel verharrt.

Arbeitsmarkt: Der am Dienstag veröffentlichte JOLTS-Bericht attestierte dem Arbeitsmarkt unerwartete Resilienz. Die Zahl der offenen Stellen stieg im Oktober auf 7,67 Millionen (revidierter September-Wert: 7,658 Millionen).

Dennoch setzen Investoren darauf, dass Fed-Chef Jerome Powell in seiner Pressekonferenz die schwächeren Aspekte der Wirtschaft (moderates Wachstum, Lohnzurückhaltung) betonen und damit den Lockerungskurs bestätigen wird.

Geopolitik: Keine Zugeständnisse in Kiew

Parallel dazu stützt die geopolitische Gemengelage den Status von Gold als „Sicherer Hafen“. Die Unsicherheit rund um den Ukraine-Krieg hat sich zum Wochenstart erneut verschärft. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bekräftigte am Montag in einer deutlichen Stellungnahme, dass Kiew kein Territorium an Russland abtreten werde. Er akzeptiere keine „schmerzhaften Zugeständnisse“, um den Konflikt zu beenden. Diese kompromisslose Haltung nährt die Sorge vor einer langanhaltenden Konfrontation und treibt Anleger zur Absicherung in Sachwerte.

Charttechnik: Gefangen in der Range

Aus charttechnischer Sicht befindet sich Gold in einer Lauerstellung. Der Kurs pendelt seit gut zwei Wochen in einer definierten Handelsspanne.

Das Bullen-Szenario: Um neues Aufwärtspotenzial freizusetzen, muss der Goldpreis den massiven „Deckel“ bei 4.245–4.250 US-Dollar nachhaltig sprengen. Gelingt dieser Ausbruch, läge das nächste operative Ziel beim Zwischenhoch von 4.277–4.278 US-Dollar, bevor die psychologische Hürde von 4.300 US-Dollar in den Fokus rückt.

Das Bären-Szenario: Auf der Unterseite fungiert die Zone um 4.170–4.165 US-Dollar als kurzfristige Brandmauer. Ein Bruch dieser Unterstützung wäre fatal und könnte eine Korrektur bis zur strategisch wichtigen Konfluenzzone bei 4.115 US-Dollar einleiten. Hier treffen eine seit Ende Oktober bestehende Aufwärtstrendlinie und der 200-Perioden-EMA (H4-Chart) zusammen.

Solange XAU/USD jedoch oberhalb von 4.165 US-Dollar notiert, behalten die Käufer – vorbehaltlich der Fed-Kommunikation – die etwas besseren Karten.

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