TSMC-Nettogewinn im zweiten Quartal steigt um 77,4 % auf Rekordwert, KI-Chip-Nachfrage treibt Ergebnisse über Schätzungen

Quelle Tradingkey

TradingKey – Am 16. Juli US-Ostküstenzeit gab TSMC ( TSM) seine Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026 bekannt. Der Quartalsumsatz des Unternehmens erreichte 1,27 Billionen NT$, was einem Anstieg von 36,0 % im Jahresvergleich und 12,0 % im Vergleich zum Vorquartal entspricht. In US-Dollar ausgedrückt lag der Umsatz bei 40,2 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 33,7 % im Jahresvergleich, womit das obere Ende der bisherigen Prognosespanne von 39 bis 40,2 Milliarden US-Dollar erreicht wurde.

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Finanzdaten von TSMC für das zweite Quartal, Quelle: Offizielle Website von TSMC

Der den Aktionären der Muttergesellschaft zuzurechnende Nettogewinn für das zweite Quartal erreichte 706,56 Milliarden NT$ (ca. 22 Milliarden US-Dollar). Dies entspricht einem Anstieg von 77,4 % im Jahresvergleich und 23,4 % gegenüber dem Vorquartal, was einen neuen Rekordwert darstellt und die von LSEG SmartEstimate erwarteten 632,6 Milliarden NT$ (ca. 19,7 Milliarden US-Dollar) deutlich übertraf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie lag bei 27,25 NT$, das Ergebnis je American Depositary Receipt (ADR) betrug 4,31 US-Dollar – beide Werte stiegen im Jahresvergleich um 77,4 %.

Auch die Rentabilität übertraf die bisherigen Erwartungen des Unternehmens. Die Bruttomarge von TSMC stieg im zweiten Quartal auf 67,7 % und lag damit über der Prognosespanne von 65,5 % bis 67,5 %; die operative Marge erreichte 60,3 % und übertraf damit ebenfalls die erwarteten 56,5 % bis 58,5 %. Das Unternehmen gab an, dass Kostenverbesserungen und eine höhere Kapazitätsauslastung die Bruttomarge stützten, wenngleich Auslands-Fabs die Marge immer noch in gewissem Maße verwässerten. Bemerkenswerterweise wurde der Nettogewinn des Quartals zudem durch einen Gewinn von 63,2 Milliarden NT$ (ca. 1,97 Milliarden US-Dollar) aus dem Verkauf und der Neubewertung von Aktien von Vanguard International Semiconductor begünstigt.

Hinsichtlich der Umsatzstruktur entfielen auf den Bereich High Performance Computing (HPC) 66 % des Gesamtumsatzes von TSMC. Dies entspricht einem Zuwachs von 20 % gegenüber dem Vorquartal und macht diesen Bereich zum wichtigsten Wachstumsmotor. Das Smartphone-Geschäft steuerte 22 % bei, was einem Rückgang von 4 % im Vergleich zum Vorquartal entspricht. 7-nm- und noch fortschrittlichere Technologien trugen zusammen 77 % zum Wafer-Umsatz bei, wovon 30 % auf 3 nm und 33 % auf 5 nm entfielen. Die 2-nm-Technologie, die sich gerade im Hochlauf der Serienproduktion befindet, steuerte bereits 3 % bei.

Der Finanzbericht zeigt, dass die Nachfrage von Nvidia ( NVDA) und anderen Kunden nach KI-Prozessoren und hochentwickelten Prozessen weiterhin stark ist, was Umsatz, Gewinn und Bruttomarge von TSMC gleichzeitig auf ein hohes Niveau treibt. Nach der Veröffentlichung der Zahlen zeigte sich der Aktienkurs kaum verändert, was darauf hindeutet, dass der Markt die Analystenkonferenz abwartet. Anleger werden sich als Nächstes darauf konzentrieren, ob das Management die Umsatzwachstumsziele für das Gesamtjahr anhebt, die Investitionspläne anpasst und ob die KI-Nachfrage weiterhin die Kosten für die Auslandsexpansion ausgleichen kann. Der entsprechende Ausblick dürfte als wichtiger Katalysator für die nächste Phase der TSMC-Aktie und die Entwicklung des weltweiten Halbleitersektors dienen.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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