EUR/GBP handelt am Donnerstag um 0,8485 und liegt zum Zeitpunkt der Niederschrift um 0,24% im Plus, da die Anleger eine gemischte Reihe von britischen Wirtschaftsdaten sowie anhaltend hawkische Kommentare von Entscheidungsträgern der Europäischen Zentralbank (EZB) verarbeiten.
Im Vereinigten Königreich (UK) wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Mai um 0,1% MoM und entsprach damit den Markterwartungen nach einem Rückgang von 0,1% im April. Gleichzeitig sank die Industrieproduktion um 0,5% MoM und verfehlte die Prognosen, während die Fertigungsproduktion um 0,1% zunahm. Die Daten haben nur begrenzte Auswirkungen auf das Britische Pfund (GBP), da die Händler weiterhin den geldpolitischen Ausblick im Fokus behalten.
Die Geldmärkte rechnen weiterhin vollständig mit einer Zinserhöhung der Bank of England (BoE) bis zur Sitzung im November, da Befürchtungen, dass höhere Energiepreise die Inflation anheizen könnten, die Erwartungen an eine anhaltend restriktive Geldpolitik verstärken.
Auf der Euro-Seite wird die Gemeinschaftswährung weiterhin vom vorsichtigen, aber hawkischen Ton der EZB-Vertreter gestützt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde bekräftigte, dass geldpolitische Entscheidungen vollständig datenabhängig bleiben, während die Mitglieder des EZB-Rats Martin Kocher und Joachim Nagel betonten, dass die EZB bereitsteht, bei Bedarf zu handeln, um die Preisstabilität zu wahren. Diese Kommentare gleichen die unerwartete Kontraktion der Industrieproduktion in der Eurozone aus und stützen den Euro weiterhin.
Nach Angaben von Societe Generale erscheint der jüngste Rückgang von EUR/GBP nun überzogen. Trotz der vorsichtigen technischen Einschätzung unterstützen fundamentale Faktoren weiterhin einen resilienten Euro gegenüber einem Britischen Pfund, dem nach den jüngsten britischen makroökonomischen Veröffentlichungen frische bullishe Katalysatoren fehlen.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Britisches Pfund.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | -0.02% | 0.24% | -0.02% | -0.01% | 0.01% | -0.05% | 0.21% | |
| EUR | 0.02% | 0.25% | 0.00% | 0.02% | 0.11% | -0.03% | 0.23% | |
| GBP | -0.24% | -0.25% | -0.24% | -0.22% | -0.16% | -0.28% | -0.00% | |
| JPY | 0.02% | 0.00% | 0.24% | -0.01% | 0.10% | -0.04% | 0.23% | |
| CAD | 0.00% | -0.02% | 0.22% | 0.00% | 0.10% | -0.03% | 0.23% | |
| AUD | -0.01% | -0.11% | 0.16% | -0.10% | -0.10% | -0.11% | 0.13% | |
| NZD | 0.05% | 0.03% | 0.28% | 0.04% | 0.03% | 0.11% | 0.25% | |
| CHF | -0.21% | -0.23% | 0.00% | -0.23% | -0.23% | -0.13% | -0.25% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.