SpaceX fällt um über 5 % und nähert sich 135-$-Angebotspreis: Rückgang von fast 40 % gegenüber Allzeithoch, Altman verspottet Musk wegen Weltraum-Rechenzentrum-Konzepts

Quelle Tradingkey

TradingKey – Am Montag fiel SpaceX ( SPCX) im Tagesverlauf um über 5 % auf ein Tief von 137,5 US-Dollar und stand damit kurz davor, den IPO-Preis von 135 US-Dollar zu unterschreiten. Seit dem Höchststand von 225,64 US-Dollar am 16. Juni hat sie fast 40 % an Wert verloren.

Nach der jüngsten Klage von Apple gegen OpenAI lieferten sich SpaceX-Gründer Elon Musk und OpenAI-CEO Sam Altman einen verbalen Schlagabtausch in den sozialen Medien.

Musk eröffnete das Wortgefecht auf X und griff Altman direkt an: „Erst stiehlst du eine gemeinnützige Open-Source-KI-Organisation, und jetzt hast du die Telefontechnologie von Apple gestohlen! Was hast du als Nächstes vor?“

Altman keilte zurück und spottete über Musk: „Dabei bist du es doch, der den Anlegern an den öffentlichen Märkten kurzfristige Konzepte für Weltraum-Rechenzentren anpreist.“

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[Quelle: TradingView]

Unterdessen bekräftigte Hedgefonds-Manager George Noble jüngst seine extrem pessimistische Haltung, wobei seine Hauptsorge dem bevorstehenden massiven Insider-Ausverkauf gilt. Nach Nobles Berechnungen werden die Haltefristen für Insider-Aktien nach der Veröffentlichung des Berichts zum zweiten Quartal schrittweise auslaufen. Bis Anfang September könnten Insider bis zu rund 44 % der Aktien des Unternehmens verkaufen, wodurch sich die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien um rund 900 % erhöhen würde. Diese Aktien wurden zu extrem niedrigen Kosten erworben, was einen enormen Anreiz für Gewinnmitnahmen darstellt.

Noble wies darauf hin, dass die Knappheit von SpaceX auf dem privaten Markt vor dem Börsengang der wesentliche Faktor war, der die hohe Bewertung stützte. Nach dem Börsengang verschwand diese Knappheit, und der zuvor künstlich herbeigeführte „Short Squeeze“ kehrte sich in der Folge um.

Er erklärte, dass SpaceX seit seiner Gründung noch nie ein profitables Gesamtjahr erzielt habe, wobei allein der Verlust des vergangenen Jahres rund 5 Milliarden US-Dollar betrug. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) lag beim Emissionspreis bereits bei über dem 90-Fachen, und auf dem Höhepunkt der Aktienspekulation billigte der Markt dem Unternehmen zeitweise eine KUV-Bewertung von fast 140 zu. Die gravierende Entkoppelung der Fundamentaldaten von der Bewertung begann schließlich, die Korrektur der Aktie einzuleiten. Inzwischen hat das Papier alle Gewinne aus dem vorangegangenen Short Squeeze wieder eingebüßt und ist sogar unter seinen Eröffnungskurs am ersten Handelstag gefallen.

Derzeit sind die Meinungen am Markt über SpaceX stark gespalten. Buy-Side-Analysten haben Kursziele herausgegeben, die sich im Allgemeinen optimistisch hinsichtlich des langfristigen Bewertungspotenzials des Unternehmens zeigen. Value-Investoren, vertreten durch Noble, sind dagegen der Ansicht, dass dem Unternehmen die fundamentale Unterstützung durch Profitabilität fehlt, was den hohen Aktienkurs und die Bewertungsmultiplikatoren völlig unhaltbar macht.

Noble sagte, Starlink sei das einzige kontinuierlich profitable Geschäft von SpaceX, doch dieses Geschäft allein reiche nicht aus, um den aktuellen Marktwert des Unternehmens zu rechtfertigen. Er schätzt den fairen Wert von SpaceX auf rund 30 US-Dollar pro Aktie und bezeichnete das Unternehmen als „die gravierendste Large-Cap-Bewertungsblase, die ich je gesehen habe“.

Es ist erwähnenswert, dass die anhaltenden Verluste des Unternehmens eine Aufnahme von SpaceX in den S&P 500 Index für mehrere Jahre verhindern könnten.

Marktanalysen deuten darauf hin, dass hinter dieser Welle rascher Aktienkursschwankungen strukturelle Mängel beim Streubesitz der Haupttreiber sind. Bei diesem Börsengang gab das Unternehmen nur etwa 4,24 % seiner Aktien als Streubesitz frei, was die Liquidität am Markt extrem verknappte. Der geringe Streubesitz in Verbindung mit der frenetischen Investmentnachfrage in der Anfangsphase des IPOs trieb den rasanten Höhenflug zu Beginn der Börsennotierung an.

Da jedoch der spekulative Elan am Markt allmählich nachlässt, was durch die Verwässerung der Anteile bestehender Aktionäre infolge der reinen Aktienübernahme von Cursor noch verstärkt wird, hat sich in der Folge rasch Verkaufsdruck aufgebaut.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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