Die Ökonomen von TD Securities, Oscar Munoz, Eli Nir, Gennadiy Goldberg und Molly Brooks, rechnen für August mit einem Anstieg des Kernverbraucherpreisindex um 0,19 % gegenüber dem Vormonat. Dienstleistungen dürften die Teuerung antreiben, während Kerngüter dämpfend wirken. Für den Kern-CPI erwarten sie eine Jahresrate von 2,3 %, für die Gesamtinflation einen unveränderten Wert von 3,4 %. Die Risiken sehen sie nach oben gerichtet, da sie Preisrückgänge bei mehreren zollsensiblen Warenkategorien unterstellen. Die Kerninflation dürfte sich bis ins dritte Quartal hinein abschwächen, bevor sie im vierten Quartal wieder anzieht.
„Wir erwarten, dass die CPI-Daten in dieser Woche zeigen, dass die zugrunde liegende Inflation im August unter Kontrolle geblieben ist. Der Kernindex dürfte um 0,19 % gegenüber dem Vormonat gestiegen sein. Der Dienstleistungssektor sollte der wichtigste Inflationstreiber gewesen sein, während die Preise für Kerngüter vermutlich belastet haben und moderat gegenüber dem Vormonat gesunken sind.“
„Wir gehen davon aus, dass der Kern-CPI auf Jahressicht um 2,3 % gestiegen ist, 10 Basispunkte weniger als im Juli. Die Gesamtinflation dürfte dagegen unverändert bei 3,4 % gegenüber dem Vorjahr geblieben sein. Die Risiken für unsere Prognosen sehen wir nach oben gerichtet, da wir in mehreren zollbelasteten Warenkategorien deutliche Preisrückgänge unterstellen.“
„Wir rechnen damit, dass die Warenpreise im August wieder gefallen sind, nachdem sie im vorherigen Bericht um 0,20 % gestiegen waren. Das Segment der Kerngüter ohne Fahrzeuge, das mit Zöllen in Verbindung steht, dürfte seinen kräftigen Juli-Anstieg mit einem Rückgang um 0,15 % gegenüber dem Vormonat teilweise zurückgenommen haben. Preisrückgänge bei Haushaltswaren und Bekleidung dürften dabei wichtige Treiber gewesen sein. Stärkere Preise für Neufahrzeuge haben wohl den zweiten Monat in Folge zur Inflation beigetragen.“
„Der Dienstleistungssektor dürfte im August an Dynamik gewonnen und einen Anstieg von 0,26 % gegenüber dem Vormonat verzeichnet haben. Grund dafür sind eine festere Wohnkosteninflation sowie Preiszuwächse bei Fahrzeugwartung, Krankenhausleistungen und Freizeitdienstleistungen. Zudem erwarten wir, dass Flugpreise um 3,2 % gegenüber dem Vormonat gestiegen sind, einen vollen Prozentpunkt mehr als im Juli.“
„Wir erwarten, dass sich der Kernbereich nach seinem Hoch von 2,9 % im Mai bis Oktober weiter positiv entwickelt. Gleiches gilt für die Gesamtinflation, die ihren Jahreshochpunkt vermutlich im Mai bei 4,2 % gesehen hat. Ihre weitere Entwicklung wird jedoch vollständig vom endgültigen Ausgang des Nahost-Konflikts abhängen. Für beide Reihen erwarten wir im vierten Quartal wieder mehr Dynamik auf Jahressicht.“