USD/IDR legt nach zwei Tagen mit Verlusten wieder zu und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Freitag bei rund 17.670. Das Währungspaar steigt, da der US-Dollar (USD) seine jüngsten Gewinne hält, nachdem er sich von Intraday-Verlusten erholt hat. Weitere Aufwärtsbewegungen des Greenback könnten jedoch durch nachlassende hawkishe Erwartungen hinsichtlich des geldpolitischen Kurses der Federal Reserve begrenzt bleiben.
Der Gouverneur der Federal Reserve, Christopher Waller, signalisierte kürzlich eine Präferenz dafür, die Zinssätze auf der bevorstehenden September-Sitzung unverändert zu lassen, sofern die kommenden Inflationszahlen keine größeren Überraschungen bringen. Wallers dovisher Ton steht in starkem Kontrast zu den hawkischen Äußerungen von Vorsitzendem Kevin Warsh eine Woche zuvor. Nach Wallers Kommentaren verschob sich die Marktbepreisung deutlich, wobei das CME FedWatch Tool zeigte, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September auf 50,2% fiel, nach 63,2% am Vortag.
Die Marktteilnehmer richten nun ihre Aufmerksamkeit auf den bevorstehenden US-Arbeitsmarktbericht für August, um klarere Hinweise auf die nächsten Schritte der Fed zu erhalten. Die Konsensschätzungen gehen davon aus, dass die Nonfarm Payrolls (NFP) um 56.000 Stellen zulegen werden, während die nationale Arbeitslosenquote voraussichtlich bei 4,1% verharren wird.
Laut Strategen von TD Securities wurden die jüngsten Bewegungen an den Devisenmärkten durch eine Kombination aus offiziellen Maßnahmen und geldpolitischer Kommunikation geprägt, wobei die Bank hervorhob, dass "currency intervention and Fedspeak boost" entscheidend dazu beigetragen haben, den Dollar unter Druck zu setzen und Edelmetalle zu stützen, während sie zugleich die Positionierung an den wichtigsten FX-Futures beeinflussten.
Bei den regionalen Entwicklungen merkte die Gouverneurin der Bank Indonesia (BI), Destry Damayanti, an, dass die heimische Inflation weiterhin deutlich innerhalb des Zielbereichs liegt, und forderte eine engere Koordination zwischen Regierung, Zentralbank, Unternehmenssektor und Ökonomen, um das Wirtschaftswachstum zu fördern. Dennoch wurde der Marktoptimismus durch anhaltende Sorgen gedämpft, dass El-Niño-Wetterlagen die Lebensmittelversorgung stören und in den kommenden Monaten den Preisdruck erhöhen könnten. Die Stimmung bleibt zudem vor den in der kommenden Woche anstehenden heimischen Datenveröffentlichungen vorsichtig, darunter die Devisenreserven für August, das Verbrauchervertrauen und die Einzelhandelsumsätze für Juli, die tiefere Einblicke in die Verbrauchernachfrage und den lokalen geldpolitischen Ausblick geben werden.
Im Tageschart notiert USD/IDR bei 17.670 und behält damit einen bärischen kurzfristigen Ton bei, da das Paar unter dem neun-Tage Exponential Moving Average (EMA) bleibt, während es weiterhin über dem längerfristigen 50-Tage-EMA handelt. Der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) liegt nahe 34, also in der Nähe des überverkauften Bereichs, und deutet darauf hin, dass der Abwärtsdruck zwar anhält, der unmittelbare Verkaufsimpuls jedoch etwas an Momentum verlieren könnte.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim neun-Tage-EMA um 17.740, und ein täglicher Schlusskurs über dieser Barriere wäre erforderlich, um den aktuellen Abwärtsdruck zu verringern und den Weg für eine stärkere Erholung zu öffnen. Auf der Unterseite bleibt der breitere Trendhintergrund durch den 50-Tage-EMA nahe 17.840 gestützt, der als höher liegender struktureller Boden fungiert, obwohl das Paar dieses Niveau zurückerobern müsste, um eine nachhaltigere Abkehr von der derzeit schwachen Tendenz zu signalisieren.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.
In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.
Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.