Die australische Arbeitslosenquote fiel im Mai auf 4,4 % von 4,5 % im April, so die offiziellen Daten des Australian Bureau of Statistics (ABS), die am Donnerstag veröffentlicht wurden. Die Zahl entsprach dem Marktkonsens.
Außerdem belief sich die Veränderung der Beschäftigung in Australien im Mai auf 40,3K nach einem Rückgang von 18,6K im April, verglichen mit der Konsensprognose eines Anstiegs um 25K.
Die Erwerbsquote in Australien stabilisiert sich im Mai bei 66,7%. Gleichzeitig stieg die Vollzeitbeschäftigung im gleichen Zeitraum um 5,2K nach einem Rückgang von 10,7K in der vorherigen Messung. Die Teilzeitbeschäftigung stieg im Mai um 35,2K gegenüber einem Rückgang von 7,9K zuvor.
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Die australischen Arbeitsmarktdaten geben Einblicke in die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt, das Wirtschaftswachstum und den Inflationsdruck. Dieser Bericht wird von der Reserve Bank of Australia (RBA) bei der Beurteilung der angemessenen geldpolitischen Ausrichtung genau beobachtet.
Stärker als erwartete Arbeitsmarktdaten oder eine sinkende Arbeitslosenquote signalisieren einen widerstandsfähigen Arbeitsmarkt und eine gesunde Wirtschaft, was den Aussie stützt, da dies zu einer hawkischeren Haltung der australischen Zentralbank führt.
Andererseits können schwächer als erwartete Arbeitsmarktdaten oder eine höhere Arbeitslosenquote auf eine nachlassende wirtschaftliche Dynamik und eine geringere Arbeitsnachfrage hinweisen. Dies könnte die Märkte dazu veranlassen, eine dovishere Haltung der australischen Zentralbank zu erwarten.
Im Tageschart handelt AUD/USD mit einer kurzfristig bärischen Tendenz und bleibt deutlich unter dem 100-Tage-SMA (Simple Moving Average) sowie dem 20-Tage-Bollinger-Mittelband nahe 0,7045. Der Kurs bewegt sich knapp über der unteren Bollinger-Band-Unterstützung, was darauf hindeutet, dass der jüngste Rückgang an der Volatilitätsunterstützung anstößt, während der Relative-Stärke-Index (14) bei etwa 27 ein überverkauftes Momentum signalisiert, das den unmittelbaren Abwärtsdruck verlangsamen könnte, aber die vorherrschende negative Struktur noch nicht infrage stellt.
Auf der Unterseite ist das untere Bollinger-Band bei 0,6882 die erste zu beobachtende Unterstützung, und ein klarer Bruch unter diese Untergrenze würde den Weg für eine tiefere Ausdehnung des Rückgangs öffnen. Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand am 20-Tage-Bollinger-SMA bei etwa 0,7045, gefolgt vom 100-Tage-SMA bei 0,7083 und dann dem oberen Bollinger-Band nahe 0,7208 – Niveaus, die zusammen eine breite Begrenzung für Erholungsversuche darstellen, solange der Kurs darunter bleibt.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Die vom Australischen Statistikamt veröffentlichte Arbeitslosenquote gibt den Anteil der Arbeitslosen an der zivilen Erwerbsbevölkerung in Prozent an. Ein Anstieg dieser Quote weist in der Regel auf eine stagnierende Entwicklung am australischen Arbeitsmarkt und auf wirtschaftliche Schwäche hin. Sinkt die Quote hingegen, wird dies meist als bullishes Signal für den Australischen Dollar (AUD) gewertet, während ein Anstieg als bärisch gilt.
Mehr lesenLetzte Veröffentlichung: Do Juni 25, 2026 01:30
Häufigkeit: Monatlich
Aktuell: 4.4%
Prognose: 4.4%
Vorher: 4.5%
Quelle: Australian Bureau of Statistics
Das Australische Statistikamt (ABS) veröffentlicht einen Überblick über die Trends auf dem australischen Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote ist dabei ein viel beachteter Indikator. Sie wird etwa 15 Tage nach dem Monatsende veröffentlicht und gibt Aufschluss über die allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen, da sie stark mit den Verbraucherausgaben und der Inflation korreliert. Trotz der verzögerten Natur des Indikators beeinflusst er die Zinsentscheidungen der Reserve Bank of Australia (RBA), was wiederum den australischen Dollar beeinflusst. Ein positiver Wert ist für den AUD tendenziell positiv.
Der Arbeitsmarkt gilt als entscheidender Indikator für die wirtschaftliche Stabilität eines Landes und beeinflusst maßgeblich den Wert einer Währung. Hohe Beschäftigung und geringe Arbeitslosigkeit tragen zu einer starken Binnennachfrage bei und stützen das Wirtschaftswachstum, was wiederum die Landeswährung stärkt. Ein besonders angespannter Arbeitsmarkt – also ein Mangel an Arbeitskräften – kann zudem inflationsfördernd wirken, da steigende Löhne bei knappen Arbeitskräften oft die Folge sind, was die Geldpolitik beeinflusst.
Das Lohnwachstum in einer Volkswirtschaft ist ein entscheidender Indikator für die Geldpolitik. Steigende Löhne bedeuten mehr Konsumausgaben, was in der Regel die Preise antreibt. Im Gegensatz zu volatilen Preistreibern wie Energie gilt das Lohnwachstum als stabiler Inflationsfaktor, da Gehaltserhöhungen schwer zurückgenommen werden können. Zentralbanken achten daher stark auf Lohnwachstumsdaten bei der Festlegung ihrer geldpolitischen Maßnahmen.
Das Gewicht, das Zentralbanken den Arbeitsmarktbedingungen beimessen, variiert je nach ihren Zielen. Einige Institutionen haben explizit erweiterte Mandate, die über die reine Inflationskontrolle hinausgehen und den Arbeitsmarkt betreffen. So verfolgt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) das doppelte Ziel, sowohl maximale Beschäftigung als auch stabile Preise zu fördern. Im Gegensatz dazu konzentriert sich die Europäische Zentralbank (EZB) ausschließlich darauf, die Inflation im Zaum zu halten. Dennoch spielen die Entwicklungen am Arbeitsmarkt für alle Notenbanken eine zentrale Rolle, da sie ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Gesamtlage sind und in enger Verbindung mit der Inflationsentwicklung stehen.