WTI hält Gewinne nahe 70,00 USD nach drei Verlusttagen

Quelle Fxstreet
  • WTI könnte weiter fallen, da Fortschritte im US-Iran-Friedensprozess das globale Rohölangebot erhöhen.
  • Etwa 20 Millionen Barrel Öl verließen die Straße von Hormus innerhalb von 24 Stunden, was auf eine Rückkehr zu normalen Schiffflussverhältnissen hinweist.
  • Händler verkaufen aggressiv Positionen, um die bevorstehende Flut von Öl aus dem Nahen Osten abzustoßen.

Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) Öl gewinnt im asiatischen Handel am Donnerstag an Boden und notiert bei rund 69,90 USD pro Barrel, womit eine dreitägige Verlustserie beendet wird. Allerdings stehen die Rohölpreise vor Herausforderungen, da der Durchbruch in den Friedensbemühungen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran die globale Rohölangebotslage deutlich verbessert hat.

Das wachsende diplomatische Vertrauen hat bereits die Ängste im Schiffsverkehr gemildert und mehr Öltanker dazu ermutigt, die kritische Straße von Hormus mit eingeschalteten Ortungssignalen zu passieren. Auf dem Reuters Global Energy Forum in New York stellte US-Energieminister Chris Wright fest, dass innerhalb eines 24-Stunden-Zeitraums etwa 20 Millionen Barrel Öl die Straße verlassen haben, und bezeichnete die starken Lieferungen als Rückkehr zu normalen Betriebsabläufen.

Die Schifffahrtsdaten bestätigten dies, indem sie zeigten, dass drei zuvor festgehaltene Tanker mit insgesamt 5 Millionen Barrel Rohöl aufgrund des Zwischenabkommens am Mittwoch endlich den Golf verlassen haben. Darüber hinaus wird erwartet, dass eine vorübergehende US-Ausnahmegenehmigung für den Kauf bereits beladenen iranischen Öls noch mehr Angebot in den Markt einspeisen wird.

Dieser plötzliche Zustrom von tatsächlichem und erwartetem Öl hat einen schnellen Ausverkauf am Futures-Markt ausgelöst. Bob Yawger, Direktor für Energie-Futures bei Mizuho, beobachtete, dass Händler die bevorstehende Flut von Öl aus dem Nahen Osten aggressiv verkaufen und ihre Positionen schnell abstoßen. Yawger betonte, dass der Markt ein hohes Verkaufsvolumen speziell für den Lieferzeitraum des August-Kontrakts verzeichnet, da die Marktteilnehmer sich rasch an die Realität höherer Angebotsmengen anpassen.

WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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