Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, erklärte während der europäischen Handelssitzung am Mittwoch, dass Teheran die Verhandlungsbedingungen mit Washington nach nächtlichen Zusammenstößen neu bewerten müsse, berichtete SNN. Baghaei fügte hinzu, dass die USA den diplomatischen Prozess durch ihre anhaltenden Waffenstillstandsverletzungen geschädigt hätten.
Am späten Dienstag kündigte das US-Zentralkommando (CENTCOM) an, eine Reihe von Angriffen auf Irans Luftabwehr, Bodenkontrollstationen und Überwachungsradarstandorte in der Nähe der Straße von Hormus gestartet zu haben. Dies erfolgte nach einem Beitrag des US-Präsidenten Donald Trump auf Truth Social, in dem er Vergeltungsmaßnahmen gegen Iran für den Abschuss des Apache-Hubschraubers über der Straße von Hormus ankündigte.
Nach den Kommentaren des Sprechers des iranischen Außenministeriums Baghaei ist keine größere Bewegung beim US-Dollar (USD) zu beobachten. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert der US Dollar Index (DXY) 0,1 % niedriger bei rund 99,90.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.